die gute nachricht: Weltweit bekommen Teenagerinnen seltener Kinder
Armut, fehlende Bildung oder tief verwurzelte gesellschaftliche Normen wie Kinderehen, das sind nur einige der Gründe, warum minderjährige Frauen Kinder bekommen. Ein Bericht der Vereinten Nationen zeigt nun allerdings, dass die Zahl der Schwangerschaften bei Frauen von 15 bis 19 Jahren seit 2015 deutlich gesunken ist – und das in allen Teilen der Welt. Besonders groß war der Rückgang in Lateinamerika, der Karibik sowie in Subsahara-Afrika. Ein Grund dafür ist, dass weltweit 886 Millionen Frauen oder deren Partner:innen moderne Verhütungsmethoden nutzen, ein Anstieg um 78 Millionen im Vergleich zu 2015. Fast die Hälfte dieses Zuwachses fand in Subsahara-Afrika statt. Gerade in Entwicklungsländern kann der Schutz vor Schwangerschaften im Teenageralter lebensrettend sein. Denn laut einem Bericht der SOS-Kinderdörfer sind minderjährige Mütter und ihre Babys schweren gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Risiken ausgesetzt. Die Mütter hätten zum Beispiel bei der Geburt ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Infektionen. Außerdem mindere die Mutterschaft Bildungs- und Berufschancen erheblich. Laura Mies
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