: Weder verwandt noch verschwägert
■ Betr.: "Böse Container", 24.5.93
Betr.: „Böse Container“, 24.5.1993
Liebe taz Hamburg-Redaktion,
Sie berichten in Ihrem Artikel über ein neues Containerdorf in Eppendorf, das auf einem Privatgrundstück der Immobilienbrüder Ruppert gebaut werden soll. Dabei zitieren Sie den Vorsitzenden der CDU-Bezirksfraktion Hendrik Voet von Vormizeele mit der Vermutung, mindestens einer der Ruppert-Brüder solle ein einflußreiches SPD-Mitglied sein, und mit dem Verdacht, hier würde einem Genossen ein wirtschaftlicher Vorteil zugeschanzt.
Mit dem Ruppert-Bruder, der SPD-Mitglied sein soll, kann nur ich gemeint sein, da es sonst keinen Ruppert in der Hamburger SPD gibt. Ob ich in der SPD einflußreich bin, möchte ich in Frage stellen. Aber eines steht fest: Ich bin kein Ruppert-Immobilien-Bruder. Ich bin mit diesen Herrschaften weder verwandt noch verschwägert - und ich will mit ihnen auch nichts zu tun haben. Wenn Herr Vormizeele anderes behauptet, dann ist er entweder ein Schwätzer oder ein Verleumder.
Die Aufklärung des Sachverhalts hätte übrigens weniger als 20 Pfennig gekostet: Ein Telefonanruf bei der SPD Hamburg-Nord oder bei mir hätte genügt. Aber es ist ja viel bequemer, fremden Quatsch zu wiederholen als selbst zu recherchieren.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Andreas Ruppert
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen