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Von Ossis und Wessis

Das Bild, das sich viele Westfrauen vom Leben ihrer fremden Schwestern gemacht haben, war oft komplett, noch bevor richtig hingeguckt worden war. Graue Städte, „Neues Deutschland“, und Bananen gab es auch nicht – das konnte nichts sein! Hinweise auf erhaltenswürdige Leistungen und entsprechende Vorschläge für gemeinsame Anstrengungen stießen im Westen häufig auf taube Ohren. Seitdem hat sich die Anzahl der Betriebskindergärten und Schulküchen deutlich reduziert, seitdem gehören verschiedene gesetzliche Errungenschaften – wie etwa ein besonderer Kündigungsschutz für Alleinerziehende – zur DDR- Vergangenheit. Eine Entwicklung, so resümiert die ostdeutsche Anglistin und Feministin Hanna Behrend, die auch der deutschen Frauenbewegung insgesamt einigen Schaden zugefügt hat.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen