Unterm Strich:
Das Filmfestival von Locarno,das vom 5. bis zum 15. August stattfindet, hat gestern sein Programm bekannt gegeben. Um den Goldenen Leoparden konkurrieren 18 Filme, darunter „Chevalier“ von der griechischen Regisseurin Athina Rachel Tsangari,„Cosmos“ von dem polnischen, in Frankreich lebenden Andrzej Zulawski, „Right Now, Wrong Then“ von dem südkoreanischen Filmemacher Hong Sangsoo und „No Home Movie“ von der belgischen Regisseurin Chantal Akerman.Auf der Piazza Grande werden neue Arbeiten von international renommierten Regisseuren präsentiert, unter ihnen Jonathan Demme und Judd Apatow, und der deutsche Filmemacher Lars Kraume wird „Der Staat gegen Fritz Bauer“ vorstellen, einen in den 50er Jahren angesiedelten Film, der sich mit dem Staatsanwalt befasst, der unter anderem den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte und dem israelischen Geheimdienst half, Eichmann zu entführen. Die Retrospektive gilt dem US-amerikanischen Regisseur Sam Peckinpah (1925–1984), der mit „The Wild Bunch“ (1969), oder „Bring Me the Head of Alfredo Garcia“ (1974) unvergleichliche Gewaltstudien drehte. Carlo Chatrian,der im dritten Jahr künstlerischer Leiter des Festivals ist, sagte am Mittwoch in Bern, das Kino könne wesentlich dazu beitragen, die komplizierte Gegenwart zu verstehen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen