Über die Osteuropa-Workshops

Die Freiheit des Wortes

Aus gutem Grund widmet sich die Stiftung der Region: die Freiheit des Wortes stößt in Osteuropa schnell an ihre Grenzen.

Bild: dpa

Auf dramatische Weise zeigt sich in der Ukraine, wie wichtig es ist, dass die taz einen Schwerpunkt ihrer internationalen Workshops auf Osteuropa legte. Denn das Geheimnis der Seminare steckt nicht in der journalistischen Schulung, sondern in der Völkerverständigung. Es treffen Weißrussen, Ukrainer, Moldauer und Russen aufeinander. Was sich dort entwickelt, fasziniert auch Barbara Oertel, Osteuropa-Redakteurin und Chefin der Auslandsredaktion der taz. Sie leitet diese Workshops. „Nicht wir erzählen ihnen etwas. Es setzt ein Dialog ein. Das Tollste sind die Diskussionen.“

In den letzten beiden Jahren haben bisher mehr als 175 JournalistInnen an den einwöchigen Seminaren in Berlin teilgenommen. Aus gutem Grund widmet sich die Stiftung langfristig dieser Region: nach wie vor arbeiten JournalistInnen in Staaten wie Belarus, Russland, aber auch der Ukraine unter schwierigsten Bedingungen und sind vielfach Repressionen seitens der Staatsmacht ausgesetzt. 

Und die Freiheit des Wortes stößt recht schnell an Grenzen, wenn die Medien ihre Funktion, die Machthaber zu kritisieren oder zu kontrollieren auch wahrzunehmen versuchen. Bereits 2011 fand ein Workshop für junge JournalistInnen aus Weißrussland statt.

Ende 2012 entwickelten wir ein Konzept, wie internationale Kooperationen der Stiftung erweitert werden können. In Kooperation mit den Mitteln der ZEIT-Stiftung, der Marion-Dönhoff-Stiftung, des Auswärtigen Amtes und des German Marshall Funds werden die Osteuropa-Workshops realisiert. In 2014 konnte die taz Panter Stiftung den inzwischen 10. Workshop anbieten und erfolgreich durchführen. Die Seminare haben ein Fundament geschaffen, um unterschiedliche Positionen auszuhalten und Verständnis füreinander zu entwickeln.

Die Workshops werden über einschlägige Verteiler in den jeweiligen Ländern beworben. Die Ausschreibung geht immer in der korrekten Landessprache an journalistische Fakultäten, Universitäten, ausgewählte journalistische Stiftungen, journalistische Vereinigungen und NGOs.

Die nächsten Osteuropaworkshops finden im Juni und November 2016 in Berlin statt.