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Stromverbund schon im Winter?

Berlin/Bonn (lbn) - Der zwischen der Bundesrepublik und der DDR seit Monaten angestrebte Stromverbund könnte bereits in den nächsten Wochen verwirklicht werden. Der Vorstandsvorsitzende der VEBA, Rudolf von Bennigsen–Foerder, sagte in einem Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt: „Strom könnte noch in diesem Winter fließen.“ Der innerdeutsche Stromverbund soll nach Angaben des VEBA–Chefs vertraglich auf zunächst zwanzig Jahre angelegt werden. Der Verbund böte nicht nur den Vorteil für die DDR, ihre winterlichen Energieengpässe zu überwinden, sondern könnte in der Bundesrepublik der Elektrizitätswirtschaft auch die Erfüllung des sogenannten Jahrhundertvertrags erleichtern jährlich etwa 43 Millionen Tonnen Kohle zur Verstromung abzunehmen. Für West– Berlin hat der Stromverbund nach Worten des VEBA–Chefs den Vorteil, daß sich die Schere gegenüber dem Strompreis im Bundesgebiet nicht weiter öffnet. Die Strompreise in der geteilten Stadt liegen höher, weil West–Berlin seine Elektrizität ausschließlich aus eigenen Kraftwerken erzeugen muß.

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