Specht der Woche 19.04.21: Die fehlenden Briefkästen

Es gibt immer weniger Bristfkästen. Das kann für Menschen, die noch echte Post verschicken, ein Problem sein.

Foto: Christian Specht

Ich habe einen Briefkasten gemalt, weil ich den Eindruck habe, dass es immer weniger Briefkästen in der Stadt gibt. Früher gab es sie überall. Auch in meiner Gegend gibt es heute weniger, da gibt es jetzt nur noch einen einzigen Briefkasten.

Der Künstler

Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“.

Viele Menschen schreiben noch Briefe und kommunizieren nicht im Internet. Und viele können mit dem Internet auch nicht umgehen, sie haben keinerlei Erfahrung damit und verstehen es auch einfach nicht. Manche Menschen, ältere oder Menschen mit Behinderung, können auch nicht so weit laufen, wenn sie keinen Briefkasten in der Nähe haben. Sie haben teilweise gar nicht die Chance, einen Briefkasten zu erreichen.

Ich persönlich verschicke gerne auch Postkarten aus dem Urlaub, zum Beispiel habe ich mal aus Österreich eine Karte verschickt. Wo sollen die Leute ihre Briefe hinbringen, wenn es immer weniger Briefkästen gibt und vielleicht irgendwann gar keine mehr?

Protokoll: vag