Specht der Woche 01.02.2021: Unterstützung im Krankenhaus

Christian Specht findet, Kliniken sollten Vertretungen für Menschen mit Behinderung einrichten.

Foto: Christian Specht

Ich finde, in den Krankenhäusern müsste es eine Behindertenvertretung geben. Das könnte man zuerst in einem Krankenhaus aufbauen, als Versuch, und dann in anderen Kliniken übernehmen.

Der Künstler

Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“.

Diese Vertretung sollte ansprechbar sein für Menschen mit Behinderung, wenn es Probleme gibt. Zum Beispiel, wenn jemand nicht stationär aufgenommen wird und wieder nach Hause geschickt wird. Oder wenn man sehr lange warten muss im Warteraum.

Diese Vertretung muss dann für diese Leute da sein. Die Ärzte verstehen manchmal nicht, was Menschen mit Behinderung ihnen sagen wollen. Eine Behindertenvertretung könnte bei der Kommunikation helfen.

Im Krankenhaus Herzberge in Berlin-Lichtenberg gibt es ein Zentrum für Behindertenmedizin. Das ist aber das einzige in ganz Berlin. Auch andere Kliniken müssten da besser werden. Und zwar auch in ganz Deutschland.

Protokoll: Stefan Hunglinger