piwik no script img

■ MediaBazaarKinderkanal?

Berlin (taz) – Ein gemeinsamer Kinderkanal von ARD und ZDF stößt in den Parteien auf Skepsis. Nachdem der Fernsehrat des ZDF sich für ein werbefreies und gebührenfinanziertes Kinderprogramm ausgesprochen hatte, erklärte Staatsminister Wolfgang Clement, in NRW für die Medienpolitik zuständig, am Donnerstag der taz, er hielte es für besser, wenn die Öffentlich-Rechtlichen in diesem Bereich eine Kooperation mit Privatsendern, z.B. dem geplanten Spartenkanal Nickelodeon, suchten. Der medienpolitische Sprecher der CDU im Bundestag, Hans- Otto Wilhelm, appellierte seinerseits an die Ministerpräsidenten der Länder, das Projekt (Kosten: 135 Millionen) zu verhindern. Es sei angesichts der knappen Gelder bei ARD und ZDF „verantwortungslos“. Außerdem gehörten Spartenkanäle grundsätzlich nicht zur „Grundversorgung“. Ein zusätzlicher Kinderkanal verdränge zudem Kindersendungen aus dem Hauptprogramm von ARD und ZDF. Erst kürzlich hatte der SFB dem bald eingestellten ARD-Jugendmagazin „Moskito“ (siehe Foto re.) in Aussicht gestellt, es könne ja später vielleicht auf einem Kinderkanal wieder aufgenommen werden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen