■ Tote bei Knastaufstand in Venezuela: Justizminister: Knackis selber schuld
Caracas (AFP) – Bei der am Wochenende begonnenen Gefängnisrevolte in Venezuela sind nach einer neuesten Bilanz neun Häftlinge getötet und zwanzig weitere verletzt worden. Der venezolanische Justizminister Ruben Creixems sagte, die Meuterei im größten Gefängnis der Hauptstadt Caracas sei offenbar gezielt vorbereitet worden. In der Haftanstalt von Catia war nach Auseinandersetzungen unter Gefangenen ein Brand ausgebrochen, durch den mindestens fünf Personen getötet wurden. Ein Häftling sei von Mitgefangenen erschossen, die übrigen seien erstochen worden. Rund 200 Polizisten hatten mehrere Stunden gebraucht, um die Revolte unter Kontrolle zu bringen. Der Justizminister meinte, durch Aufstände in den Gefängnissen des Landes würden Spannungen geschürt, die von Häftlingsbanden zur Flucht genutzt werden sollen.
Seit Beginn des Jahres starben in Venezuela fast 160 Menschen bei Gefangenenrevolten. Im November 1992 waren laut amnesty international während eines Putschversuchs mehr als 100 Häftlinge wahrscheinlich von Sicherheitskräften getötet worden.
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