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Hörbare Geister

Heiner Müllers letztes Stück, kurz vor seinem Tod 1995 beendet, ist eine Montage aus den Gespenstern des 20. Jahrhunderts: Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann, Hitler und Stalin, Walter Ulbricht und Bertolt Brecht – in einem Szenenbogen von den Schlachten des Zweiten Weltkriegs über das Berliner Ensemble 1956 bis in die Gegenwart der Wende. Ulrich Gerhardts Hörspielversion von „Germania 3. Gespenster am Toten Mann“ setzt auf eine radikale Entscheidung: Der gesamte Text wird allein von Ulrich Mühe gestaltet, der Heiner Müller als Schauspieler besonders verbunden war.

7. 10., 19 Uhr, Hanseatenweg, Akademie der Künste, „Germania 3. Gespenster am Toten Mann“, Hörspielfassung von Ulrich Gerhardt und Gespräch mit Ulrich Gerhardt u. a., 6/4 Euro

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen