■ GOLDFINGER SCHALCK: Inflationäre Ausschußpolitik
München (afp) — Im bayerischen Landtag wird es nach der Sommerpause möglicherweise gleich zwei Untersuchungsausschüsse geben, die die Kontakte und Beziehungen bundesdeutscher Politiker und Parteien zu den Machthabern der ehemaligen DDR beleuchten sollen. Während die Sozialdemokraten die Kontakte des verstorbenen CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß zum früheren DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski untersuchen wollen, verlangte CSU-Fraktionschef Alois Glück, im Zusammenhang damit müßten auch die Beziehungen zur DDR unter SPD-Regierungen unter dem Stichwort „roter Filz“ und gegebenenfalls in Bayern wirksam gewordene Regierungskriminalität der Ex-DDR überprüft werden [Grieneisen schlägt zurück. d.K.]. Glück warf der SPD vor, in der Vergangenheit zusammen mit der DKP gemeinsame Aktionen vorgenommen zu haben, die von der Stasi mitfinanziert worden seien. Falls sich die SPD der Behandlung derartiger Themenkomplexe in dem von ihr angestrebten Schalck-Untersuchungsausschuß widersetze, erklärte Glück, schließe er die Einsetzung eines zweiten Untersuchungsausschusses nicht aus.
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