Ein Gespräch über Pflege und die Pandemie: Pflege in Zeiten von Corona

Die deutsche Altenpflege ist auf polnische Fachkräfte angewiesen. Wie wirkten sich Grenzschließungen und Lockdown auf die Pflege und die Pflegenden aus und was können wir für die Zukunft lernen? Ein Gespräch.

Ein wachsender Teil der Altenpflege in Deutschland wird heute von Fachkräften aus dem Ausland geleistet. Pflegekräfte aus Polen sind in den östlichen Bundesländern und Berlin nicht mehr wegzudenken. Wie wichtig oder „systemrelevant" sind sie? Welchen Status haben sie, und wie viele von ihnen pendeln zwischen beiden Ländern? 

Die Corona-Krise hat viel verändert. Pflegebedürftige und deren Angehörige wie auch Pfleger*innen und deren Familien wurden durch die Corona-Maßnahmen vor große Herausforderungen gestellt, zeitweise waren die Grenzen geschlossen. Welche Lösungen haben die Betroffenen gefunden? Wie wird sich die Lage weiter entwickeln, falls Maßnahmen ab Herbst wieder verschärft werden sollten? Und wie unterschiedlich wird das Thema in Polen und in Deutschland wahrgenommen?

Diesen Fragen widmet sich das DeZIM in seinem Projekt „Häusliche Pflege in Zeiten der Pandemie“. Im Talk diskutieren dazu:

Dr. Kamila Schöll-Mazurek arbeitet im Polnischen Sozialrat e.V. Der Verein mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen polnischer Migranten in Deutschland und bietet Sozial- und Rechtsberatung sowie Kurse und Weiterbildungen an. Schöll-Mazurek ist Politikwissenschaftlerin und hat an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) geforscht und gelehrt. Heute arbeitet sie hauptsächlich als Forscherin, Dozentin und Projektmanagerin.

Prof. Dr. Arne Petermann ist Geschäftsführer der Linara FairCare GmbH, die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft vermittelt. Er gründete die Firma 2008, als er eine Betreuerin für seine damals 99-jährige Großmutter suchte. Petermann lehrt Management an der Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen Saarland. Er ist zudem Mitglied im Vorstand des Verbands für häusliche Betreuung und Pflege e.V..

Sie haben Fragen oder Anregungen zu den taz Talks? Schreiben Sie uns, wir freuen uns auf ihr Feedback: taztalk@taz.de

Prof. Dr. Magdalena Nowicka leitet am DeZIM die Abteilung Integration. Dort wird u. a. das Projekt "Häusliche Pflege in Zeiten der Pandemie" durchgeführt. Die Soziologin ist Professorin für Migration and Transnationalism an der Humboldt-Universität zu Berlin. Transnationale Migration in Europa, soziale Ungleichheit, Diversität und Rassismus zählen zu ihren Schwerpunkten.

Manuela Heim, Redakteurin für Soziales im Berlin-Ressort der taz, moderiert den Talk.

Bei DeZIM meets taz talk diskutieren Wissenschaftler*innen und Gäste zu gesellschaftspolitischen Aspekten der aktuellen Covid19-Krise. Die Reihe ist eine Kooperation zwischen dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) und der tageszeitung (taz).