piwik no script img

Die Haare der Arbeitslosen

Die zwanzigjährige französische Friseuse Manuela Sainton aus Troyes in Ostfrankreich gewährt Arbeitslosen Billigtarife. Wer keinen Job hat, bezahlt in ihrem kleinen Salon „Coiff'C÷ur“ („Coiff'Herz“) nur ein Viertel des Normalpreises. Bis Pfingsten ist sie ausgebucht. „Als ich selbst erwerbslos war, habe ich auf dem Arbeitsamt gesehen, daß Stellensuchende ihre Haare manchmal in einem Zustand hatten ...“, sagt Manuela, die gepflegtes Aussehen für einen wesentlichen Pluspunkt bei Bewerbungen ansieht. Vorwürfe der Konkurrenz, sie praktiziere Dumpingpreise, weist sie mit dem Hinweis auf Billigtarife für Schüler und Studenten in anderen Friseursalons energisch zurück. Foto: M. Gosewisch

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen