: Der Drang nach Westen hält an: 200.000 zogen letztes Jahr aus den neuen Ländern aus
Trotz der Wiedervereinigung sind nach einem Bericht von 'Bild am Sonntag‘ im vergangenen Jahr nach vorsichtigen Schätzungen erneut 200.000 Ostdeutsche in die alten Bundesländer abgewandert. Nach Darstellung des Statistischen Bundesamtes sind diese Zahlen wahrscheinlich noch zu niedrig angesetzt. Das Bundesamt geht von einer hohen Dunkelziffer aus. „Wir vermuten, daß Tausende in den alten Bundesländern arbeiten, aber in Ostdeutschland auf dem Papier noch ihren Hauptwohnsitz haben.“ Seit 1989 verließen rund eine Million Ostdeutsche ihre Heimat. Brandenburgs Ministerpräsident Stolpe (SPD) hofft, „daß viele, die in den Westen Deutschlands gegangen sind, wieder zurückkehren“. Stolpe weiter: „Das kommt unserer Wirtschaft zugute, denn wir brauchen Fachkräfte, die das westliche Know-how kennengelernt haben.“ (Text: dpa/
Foto: Ali Paczensky/Zenit
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