■ Chile: Contreras weiter frei
Santiago de Chile (AFP) – Der frühere chilenische Geheimdienstchef Manuel Contreras ist möglicherweise einer Inhaftierung knapp entgangen. Der zu sieben Jahren Haft verurteilte Ex-General sagte am Sonntag in einem Fernsehinterview, er sei informiert worden, daß sich rund 90 Polizisten seinem südchilenischen Landsitz „Viejo Roble“ nähern würden. Er habe einen Zusammenstoß vermeiden wollen und deshalb sein Anwesen verlassen. Doch habe er niemanden in der Nähe seines Anwesens gesehen. Auch die Regierung in Santiago de Chile dementierte, daß Polizisten dort im Einsatz gewesen seien. Contreras war wegen Beteiligung an der Ermordung des früheren chilenischen Außenministers Orlando Letelier verurteilt worden.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen