■ Der ehemalige Außenminister der UdSSR, Eduard Schewardnadse, erwartet nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen keine Massenemigration in den Westen. Daß viele junge Sowjetbürger in den Westen wollen, hält er für „absolut normal“: Sie sollen die Erfahrung und Wissen sammeln – um damit zurückzukehren. Der Chefredakteur der 'Moscow News', Igor Jakowlew, interviewte EDUARD SCHEWARDNADSE
Bis spätestens 1994 werden 380.000 sowjetische Soldaten Deutschland verlassen, mit ihren Familien eine Million Menschen. Ihre Zukunft ist ungewiß: Es fehlen Wohnungen, Arbeitsplätze für die Frauen und Kinderkrippen. Ihre Landsleute, mit denen sie jetzt in Konkurrenz treten, begegnen ihnen mit Feindseligkeit. Ein Offizier, der anonym bleiben will, schildert seine Rückkehr, aufgezeichnet ■ VON ALEXANDER BANGERSKI
■ Heute soll im Magistrat eine Vorlage des Stadtrates für Stadtentwicklung und Regionalplanung beraten werden / „Illegaler Wohnungsbezug“ für die Verwaltungen nur schwer zu erfassen / In Prenzlauer Berg wird „gebeten“ - in Lichtenberg geräumt
■ Innensenator will Tausende von Polen und andere Osteuropäer abschieben / AL und Ausländerbeauftragte dagegen / Polnischer Sozialrat protestiert massiv