■ Nicht zu Unrecht wurde die temporeiche, gewitzte Premiere von Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ im Theater am Goetheplatz heftigst umjubelt, trotz einiger Ausbremser
■ Mittels Musik die Gesellschaft verstehen, mittels Soziologie die Musik: Auch die 10. Tagung der Projektgruppe Neue Musik verbandelt Hören, Partituranalyse und Philosophie überzeugend
Weil Liebe nicht das Leben ist: In „Die Regenschirme von Cherbourg“ singt Catherine Deneuve vom Glück, doch der Geliebte bleibt am Ende unerreichbar.Das Babylon Mitte zeigt eine umfassende Retrospektive auf den französischen Kinovisionärs Jacques Demy, der einiges mit Lars von Trier gemeinsam hat
■ In der USA schwemmt eine Welle kultureller Ausgrabungen unter dem Namen „Soul Fiction“ auch afroamerikanische Romane der 60er Jahre ans Tageslicht. Der kleine Bremer Atlantikverlag übersetzte die Reihe ins Deutsche
Bridgeabende werden telefonisch abgesagt: Am 18. Oktober 1941 verließ der erste Zug mit über 1.000 Juden Berlin in Richtung Lodz. Mit zwei Einaktern erinnert das Berliner Ensemble an den Beginn der Deportation der Berliner Juden
■ Am vergangenen Montag starb Heinz Wendel. Für viele ist er der „Gründervater“ der Bremer Jazzszene, auch für Ingo Ahmels, dessen wunderbare dacapo-Musikreihe jüngst abgewickelt wurde und dessen gut abgehangenes Interview wir hier abdrucken – zur Erinnerung an Heinz Wendel und Höhen und Tiefen der Bremer Jazzszene
Die größte Band der Welt aus Berlin, noch zwei größte Alternative-Rock-Bands der Welt mehr und eine Generation, die Kurt Cobain nur noch vom Hörensagen kennt: Surrogat, Ween und die Foo Fighters gaben in der Arena alles
■ Rezensenten besuchen Premieren. Wie die Stücke sich entwickeln, erfährt man aber selten. Die taz besuchte die letzten Opernaufführungen am Theater – und kam zu überraschenden Ergebnissen