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Abtreibungspille bringt Ärzten keinen Gewinn

München (epd) – Die Abtreibungspille Mifegyne wird Fachleuten zufolge aus wirtschaftlichen Gründen voraussichtlich nicht oft verordnet werden. Der Aufwand für den medikamentösen Abbruch sei wegen tagelanger intensiver Überwachung, Notfallbereitschaft und Betreuung der Frauen für Ärzte „etwa gleich hoch“ wie bei einer Operation, zitiert Focus den Pro-Familia-Sprecher Joachim von Baross. Baross kritisierte die unterschiedliche Vergütung für beide Verfahren als „völlig unangemessen“. Focus zufolge haben Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung als Vergütung für den Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne maximal 170 Mark Honorar festgelegt. Für eine operative Abtreibung erhielten Ärzte dagegen bis zu 640 Mark.

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