■ AUTOBAHNGEBÜHREN: Autolobby beschimpft Erzengel Krause
Berlin (taz) — Verkehrte Zeiten in Bonn: Gestern fiel die gesamte deutsche Autolobby über Asphaltminister Krause her. Grund: Der sonst wohlgelittene Minister hatte es gewagt, einen Eintrittspreis von mindestens 200 Mark für Deutschlands Autobahnparadies anzukündigen. Erzengel Günther, der Hüter des Paradieses, sei „unsozial“, schimpfte die Industrie, die neue Abgabe sei „unzumutbar“, so der ADAC. Der SPD-Politiker Wolfgang Roth sah sogar das Wachstum in Gefahr. Einzig der Chef des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), Hubert Weinzierl, hielt zu Krause. Der Eintritt auf der Autobahn sollte nicht nur 200, sondern 500 Mark betragen, so Weinzierl — und das sofort. SEITE 4
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