25. Nov. - 5. Dez. 2021: Dakar - 10. Kunstfestival Partcours

Einblicke in die Kulturszene Dakars: Ausstellungen, Debatten und Treffen mit senegalesischen Künstler*innen

Graffiti an der Galerie"ker-imagination" in Dakar, die Kreativ-Kurse für Kinder anbietet. Bild: Partcours

2021 wird es keine Dak’Art-Kunstbiennale in Dakar geben (erst frühestens wieder 2022), aber jährlich findet Anfang Dezember die kleine Schwester der Kunstbiennale statt: das Kunstfestival Partcours. Da die taz-Reise zur Dak'Art 2020 wegen Corona ausfiel, bieten wir eine Reise zum Partcours-Festival 2021 an.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS:

hier bis April 2021 (DZ/HP/ohne Anreise)

VERANSTALTER:

Ventus Reisen, Berlin, Tel. 030-391 00 332 office@ventus.com

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Der große Unterschied: es ist eine Plattform nur für senegalesische Künstler*innen (nicht aus ganz Afrika), aber unter Beteiligung der meisten Galerien, Kultur- institutionen und Museen wie bei der Dak’Art.

Ibou C. Diop, Kulturwissenschaftler am Humboldt-Forum in Berlin, Romanist, Mitbegründer des Vereins 'FuturAfrik e.V.'

Zwei Wochen lang belebt dieses Festival die Stadt, jeden Tag sind zahlreiche kleine und große Ausstellungen und Performances zu sehen. Darüber hinaus erhalten Sie bei Treffen mit senegalesischen Künstler-, Politiker- und Wissenschaftler*innen, bei Vernissagen und Museumsbesuchen sowie bei Stadtrundgängen und Konzerten Einblicke in die Kunst- und Kulturszene sowie in die Geschichte und in gesellschaftliche Entwicklungen Senegals.

Auch der persönliche Kontakt zu den Dakarois, den Einwohner*innen von Dakar, soll nicht zu kurz kommen; so ist die Reisegruppe bei einigen Abendessen zu Gast bei unseren senegalesischen Gesprächspartnern. Wir interessieren uns außerdem für senegalesisches Kunsthandwerk, besuchen Theater- aufführungen und Erzählabende und genießen die große Vielfalt an Konzerten, die Dakar immer zu bieten hat: Pape & Cheikh, Cheikh Lô, Didier Awadi, Hip Hop und Reggae Konzerte etc.

Die Stadt Dakar hat eine wechselvolle Geschichte: vom Umschlagplatz für den Sklavenhandel über die Kolonialstadt mit strategischer Position im Zweiten Weltkrieg bis zur Hauptstadt eines unabhängigen Senegals. Diese Geschichte werden wir auf einer umfangreichen Stadttour mit dem Historiker (und „Griot“) Babacar Mbaye Ndaak nachvollziehen und während eines Besuchs auf der Insel Gorée vertiefen.

Der traditionelle Märchenerzähler ('Griot') Babacar Mbaye Ndaak (rechts) auf der Insel Gorée im Gspräch mit einem Freund Bild: Herby Sachs

Auch die Universität Cheikh Anta Diop gehört zum Programm: wir besuchen die Bibliothek und das Laboratorium des berühmten Namensgebers, der in seinen Forschungen (er starb 1986) die kulturellen Ursprünge der Menschheit und den afrikanischen Kontinent als Wiege der menschlichen Zivilisation analysierte; damit stärkte er nachhaltig das Selbstverständnis afrikanischer Gesellschaften gegenüber dem Westen.

Bei anderen Begegnungen beschäftigen wir uns mit gesellschaftspolitischen Themen in Westafrika: etwa beim Besuch des panafrikanischen Forschungs- instituts CODESRIA, seit 1973 ein Impulsgeber für die Sozialwissenschaften in Afrika, oder beim Treffen mit dem Chefredakteur der pan-afrikanischen Internetplattform Pambazuka.org, die sich für soziale Gerechtigkeit in Afrika engagiert. Ein Treffen mit Vertretern der Bewegung „Y en a marre“ („Uns reicht’s“) ist quasi obligatorisch, um aus zivilgesellschaftlicher Perspektive über die erfolgreichen Proteste in 2012, den Machtwechsel und die Zukunft der sozialen Bewegung im Senegal und in der Region zu sprechen.

Neben der Insel Gorée und der Innenstadt von Dakar werden wir auch die Banlieue mit Stadtteilen wie Guediawaye und Hann Pecheur kennenlernen. Hier treffen wir Mitglieder der Theatergruppe „Kaddu Yaraax“, die seit Jahren erfolgreich mit dem sog. „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal arbeitet und sich in ihren Aufführungen für unterschiedlichste Themen wie Migration oder Umweltschutz engagieren.