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Archiv-Artikel

Hoffnung für den Hauptbahnhof

Rund zwei Jahre nach der Eröffnung des Hauptbahnhofs wird im Bundestag ein millionenschwerer Vorschlag von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) für ein längeres Dach geprüft. Das Verkehrsministerium habe eine Studie vorgelegt, sagte gestern eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums. Um das Dach auf die ursprünglich geplante Länge zu bringen, seien 53 Millionen Euro notwendig. „Jetzt wird im Haushaltsausschuss und im Verkehrsausschuss zu beraten sein, wie man weiter vorgeht und ob man mit der Bahn und mit dem Land Gespräche aufnimmt“, sagte die Sprecherin. Gegen eine nachträgliche Verlängerung des Glasdachs haben sich die Berliner Regierungsfraktionen ausgesprochen. „Wir lehnen diese Maßnahme entschieden ab, zumal sie mit monatelangen Sperrungen der ‚Hauptschlagader‘ des Berliner Schienenverkehrs verbunden wäre“, erklärten die verkehrspolitischen Sprecher von SPD und Linke im Abgeordnetenhaus, Christian Gaebler und Jutta Matuschek. Das Geld solle „lieber da eingesetzt werden, wo es direkten Nutzen für die Fahrgäste erbringt“. Neben dem Umbau des Ostkreuzes biete sich auch der Ausbau der Strecke Berlin–Cottbus an. DPA, DDP