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Archiv-Artikel

Christen fliehen vor Gewalt aus Mossul

MOSSUL afp ■ Aus Furcht vor Gewalt gegen Christen hat im nordirakischen Mossul eine Fluchtbewegung eingesetzt. Tausende Familien seien in christliche Dörfer geflohen, wo sie in Schulen und Kirchen Zuflucht suchten, sagte der Gouverneur von Niniwe, Duraid Kaschmula. Er machte Al-Qaida-Anhänger für die Welle der Gewalt gegen Christen verantwortlich. Wegen ihres Glaubens seien in Mossul seit September elf Christen ermordet worden, sagte Kaschmula. Insgesamt hätten rund 5.000 Familien bisher die Flucht ergriffen. Das irakische Innenministerium beorderte gestern rund 900 Polizisten nach Mossul, die dort christliche Viertel und Kirchen schützen sollen. Samstag wurden im nördlichen Viertel Suka drei Häuser von Christen gesprengt. Mossul gilt als Hochburg der sunnitischen al-Qaida und zählt zu den gefährlichsten Städten im Irak.

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