wearable computing

Laptop auf zwei Beinen

Als größtes Glück der Menschheit wird sich eines Tages erweisen, keine Froschflossen ausgebildet zu haben. Die so zur Verfügung stehenden Flächen wären unweigerlich genutzt worden um Monitore zu montieren. Und die wären im Gegensatz zu den jetzt entwickelten „Head-Mounted Displays“ tatsächlich groß genug, um als unverzichtbares Equipment à la Armbanduhr den menschlichen Alltag zu bestimmen.

KOMMENTAR VON HENNING BLEYL

Die anderen jetzt weitgehend praxisreif entwickelten Elemente des „Wearable Computig“ allerdings werden die Arbeitswelt tatsächlich grundlegend verändern. Nun hat wohl niemand etwas dagegen, dass Ärzte ihre Patientenakten per W-Lan-Verbindung direkt am Krankenbett führen – das kann sogar Transparenz schaffen. Oder dass Feuerwehrleute mit Hilfe moderner Sensorik und Google Earth jederzeit ortbar sind.

Auch die generelle Aufwertung von so genannten „Blue Collar Jobs“, also von handfester Blaumann-Arbeit gegenüber hochvirtualisierten Büroschnöseljobs kann man sympathisch finden. Bisher allerdings hat der Mensch noch jede neue technische Möglichkeit genutzt, um seine Mitwölfe zu quälen – eine ebenso schlichte wie erfahrungsgesättigte Aussage. Insofern wird auch „Wearable Computing“ – allen Absichten zum Trotz – in mancher Lidl-Filiale zu Schikanen führen.