: Tote und Verletzte bei Anschlag in Irak
Auto explodiert vor Polizeistation in Bakuba. Nummer 54 der US-Liste gefasst
BAGDAD dpa/ap/afp ■ Bei einem Selbstmordattentat vor einer Polizeistation in der irakischen Stadt Bakuba sind gestern mindestens fünf Menschen getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers raste der Wagen des Attentäters durch eine abgesicherte Straße von Bakuba, prallte gegen eine Absperrung und explodierte.
Bereits am Sonntag hat die US-Armee einen ranghohen Exführer der Baath-Partei in der Region Ramadi festgenommen. Chamis Sirhan al-Muhammad war die Nummer 54 auf der US-Liste der meistgesuchten Iraker.
Unterdessen verstärken bei der Festnahme Saddam Husseins im Dezember gefundene Dokumente die Zweifel an Washingtons Behauptung, der frühere irakische Machthaber habe enge Kontakte zu al-Qaida unterhalten. In einer Anordnung an seine Anhänger warnte er vor einer Zusammenarbeit mit arabischen Fundamentalisten, die seit dem Irakkrieg in das Land einsickerten, so die New York Times.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beschuldigt US-Truppen in Irak der Kriegsverbrechen. Sie hätten Häuser mutmaßlicher Rebellen zerstört und Angehörige Aufständischer festgenommen, um die Familien der Rebellen zu bestrafen. Die US-Armee wies diese Darstellung entschieden zurück.