: Waffenstillstand im Osten Kongos
BUJUMBURA/BERLIN afp/taz ■ Nach schweren Kämpfen im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben sich die Regierung und die größte Rebellenbewegung RCD (Kongolesische Sammlung für Demokratie) gestern auf einen Waffenstillstand geeinigt. Das in Burundis Hauptstadt Bujumbura unterzeichnete Abkommen soll eine seit zehn Tagen andauernde Großoffensive der RCD gegen die von Kongos Regierung unterstützte RCD-ML (RCD-Befreiungsbewegung) beenden. Gestern früh nahm die RCD dabei die 180.000 Einwohner zählenden Stadt Lubero ein. Am Mittwoch hatte die RCD bereits selbst einen Waffenstillstand verkündet, dann aber ihre Offensive zunächst fortgesetzt. Sie begründet ihren Vormarsch mit der Anwesenheit kongolesischer Regierungssoldaten sowie ruandischer Hutu-Milizionäre im Gebiet der RCD-ML, was einen Bruch der geltenden Friedensabkommen darstelle. D.J.