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Archiv-Artikel

Katholikinnen kritisieren Rom

FRANKFURT/MAIN dpa ■ Katholische Christen sollten den Mut haben, „kirchliche Gesetze zu übertreten, die nicht mehr einsichtig sind“. Dazu hat die im vergangenen Jahr illegal geweihte Priesterin Ida Raming (Greven) am Samstag in Frankfurt aufgerufen. Während der Bundesversammlung der KirchenVolksBewegung „Wir sind Kirche“ forderte die Theologin die „vollen Menschenrechte“ für Frauen in der katholischen Kirche und den Zugang zu allen kirchlichen Ämtern. Vor rund 80 Delegierten aus allen deutschen Bistümern kritisierten mehrere Theologinnen die Lehre Roms über Frauen als „diskriminierend, sexistisch und frauenfeindlich“. Auch Frauen könnten in der Nachfolge Jesu Christi leben und das Priesteramt ausfüllen, betonte Angelika Fromm (Mainz). Sie ist ausgebildete Diakonin, darf aber als solche nicht arbeiten.