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Archiv-Artikel

LESUNG SZENISCH Innere Sicherheit

Johann Geusendamm war Arbeiter in Bremen. An und für sich nichts Besonderes. Aber er war auch Ausländer. Und außerdem Kommunist. 1908 wurde er zum ersten Mal ausgewiesen. Zur Geburt seines Sohnes kehrte er illegal nach Bremen zurück, 1922 sollte er wieder ausgewiesen werden. Das verhinderte vorerst eine Koalition der Arbeiterparteien, 1931 musste Geusendamm schließlich doch ausreisen. Weil er sich unter anderem als Fluchthelfer an der deutsch-niederländischen Grenze betätigte, wurde die Gestapo auf ihn aufmerksam und verhaftete ihn 1940. 1945 starb er in einem Arbeitshaus. „Aus Gründen der inneren Sicherheit des Staates…“ erzählt Geusendamms Geschichte.

■ Mittwoch, 19.30 Uhr, Plenarsaal, Bürgerschaft