südwester: Im Bann
Dass Europa im Bann des reichsten Mannes des Universums steht, ist nichts Neues. Auch der seltsam bezaubernde Lichtwirbel, den viele am Montagabend bestaunten und dem Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene meldeten, entpuppte sich am Ende als in der Kälte erstarrter und im Sonnenlicht glitzernder Dampf aus einer Space-X-Rakete, die den nächsten zukünftigen Satellitenschrott in den Weltraum bringt. Schön, denkt sich der südwester, dann können wir uns noch ein wenig am Glitzer der Scherben erfreuen, die beim Erwachen der schönen Zukunft entstehen, bevor es auf Mutter Erde so ungemütlich wird, dass die Superreichen mit Raketen zum Mars abhauen. Und wenn wir ganz gebannt nach oben und ihnen hinterherschauen, muss ja auch niemand mehr die Scheiße sehen, die ihr grenzenloser Eifer uns hier unten hinterlassen hat.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen