: Referendum im Irak noch unklar
BAGDAD dpa ■ Neun Tage nach dem Verfassungsreferendum im Irak ist der Ausgang der Abstimmung noch immer unklar. Die irakische Wahlkommission gab gestern auf einer Pressekonferenz die Endergebnisse der Abstimmung in 14 von 18 Provinzen bekannt. Demnach wurde die Verfassung in 12 Provinzen angenommen, in den beiden sunnitischen Provinzen Anbar und Salaheddin jedoch mit mehr als zwei Drittel der Stimmen abgelehnt. Die Kommission veröffentlichte weiterhin keine Zahlen aus der mehrheitlich sunnitischen Provinz Ninive, deren Ergebnis den Ausschlag über Annahme oder Ablehnung der Verfassung gibt. Damit das Dokument als angenommen gilt, muss nämlich nicht nur landesweit mehr als die Hälfte der Wähler mit Ja stimmen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass in nicht mehr als zwei Provinzen mehr als zwei Drittel mit Nein gestimmt haben.