eine türkisch-deutsche nationalhymne? da schäumt die regionalpresse

Die Rheinische Post in Düsseldorf meint: Aus Ströbeles widersinniger Anregung, türkische Zuwanderer sollten das Lied der Deutschen offiziell auf Türkisch singen, spricht der Geist einer Kreuzberg-Schickeria, die Deutsches nur untergerührt in einem Vielvölker- und Vielsprachenbrei erträgt. Dieser zu langsam verwehende Geist hat schon Ströbeles Idee hervorgebracht, einen islamischen Feiertag einzuführen und einen christlichen zu streichen. Man durfte und man darf sich damit trösten, dass beide Vorschläge, kaum dass sie dem Kiez entfleucht waren, als berlinerische Absurditäten eines an Szene-Fans und Staatsgeld nicht Mangel leidenden Sonderlings galten.

Die Stuttgarter Zeitung meint: Nein, Ströbele regt nicht an. Er regt auf. Sein Vorstoß veralbert ein zentrales gesellschaftliches Problem. Deutschland ist weder zweisprachig noch ein Spielplatz für grüne Multikulti-Hanswurste. Man darf wohl bezweifeln, dass Leute wie er damit denen, die Integration ernst nehmen, einen Gefallen getan haben.

Die Wetzlarer Zeitung meint: In Sachen Integration zäumt Ströbele hier das sprichwörtliche Pferd von der falschen Seite auf: Das Beherrschen und Verstehen der Nationalhymne stiftet Identität mit diesem Land. Gerade diese Hymne mit ihrer Entstehungsgeschichte spiegelt ein Stück weit die historischen Hintergründe Deutschlands wider.