: „Der andere Blick“
VON JOHANNES EBERT
Sucht man nach Informationen über Russland, so fällt auf, dass die Berichterstattung über die politische Lage überwiegt. Dabei dominiert in unserem Russlandbild gerne die Farbe Grau. Das ist angesichts der politischen Entwicklung nachvollziehbar und zugleich doch unbefriedigend, denn natürlich gibt es auch zwischen St. Petersburg und Wladiwostok viele Farbtöne: Eine aktive Zivilgesellschaft, bewundernswerte Initiativen und eine Fülle von Meinungen und Ansichten fügen sich zu einem facettenreichen Bild.
Das Goethe-Institut in Russland erfährt diese Pluralität jeden Tag neu. Landesweit kooperieren wir mit kreativen, engagierten und mutigen Menschen und erleben ein lebendiges und buntes Land.
Gerne nehmen wir die nahenden Spiele in Sotschi zum Anlass, auch den Leserinnen und Lesern der taz einige dieser Menschen näher vorzustellen. Landesweit haben wir Kulturschaffende, Aktivistinnen und Intellektuelle nach ihrer Meinung befragt: zu Sotschi, zum Sport, zu Russland, zu ihren Zielen und Visionen.
Wir freuen uns, Ihnen auf den folgenden Seiten einen etwas „anderen Blick“ auf Russland geben zu können. Viele der Autorinnen und Autoren werden auch während der Spiele die Berichterstattung der taz mit ihren aktuellen Kommentaren und Einschätzungen bereichern.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.
■ Johannes Ebert ist Generalsekretär des Goethe-Instituts. Von 2007 bis 2012 war er Leiter des Goethe-Instituts in Moskau.