GALAPAGOSINSELN

Havariefrachter gefährdet Umweltparadies

QUITO | Ein auf Grund gelaufenes Schiff bedroht das einzigartige Ökosystem der Galapagosinseln. Ecuadors Umweltministerin Lorena Tapia rief den „Umwelt-Notstand“ für die zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Inselgruppe im Pazifischen Ozean aus, die für ihre Tier- und Pflanzenwelt weltberühmt ist. Der Galapagos-Nationalpark warnte vor möglichen Umweltschäden, „die eine Katastrophe auslösen könnten“.

Am Freitag war vor der Insel San Cristobál der unter ecuadorianischer Flagge fahrende Frachter „Galapaface I“ mit tausend Tonnen Ladung auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Daraufhin lief der Maschinenraum voll Wasser. Rund 72.000 Liter Treibstoff wurden bereits abgepumpt. Im Frachtraum befinden sich aber noch hochgiftiges Motoröl und Reinigungsmittel. Diese sollen nun nach Möglichkeit abgepumpt werden. Der ausgerufene Notstand ermöglicht es der Regierung, für ökologische Notfälle vorgesehene Gelder abzuschöpfen. Damit kann etwa das Abschleppen des Wracks finanziert werden, was aber Behörden zufolge bis zu vier Wochen dauern kann. (afp)