Ausgabe vom 11./12. Juli 2015

Rauf da! Da rauf?

Kinder klettern nicht mehr auf Bäume, heißt es. Sind kaum noch in der Natur – nur, wenn die Eltern dabei sind. Damit nichts passiert. Was ist los da draußen? Und was bedeutet das? Unser Autor ist dem nachgegangen.

Bild: dpa

Droben Sie wollen die Welt erkunden und sollen das auch. Aber Kinder klettern nicht mehr auf Bäume! Weil die Eltern sie nicht lassen, weil Smartphones mehr versprechen? Eine Erkundung zwischen Eiche, Hochseilgarten und Reihenhausgrundstück.

Jede Woche stellen wir eine Streitfrage, auf die Politiker, Wissenschaftlerinnen, Leserinnen und Prominente antworten. Die Diskussionen und den jeweils aktuellen Streit finden Sie unter taz.de/streit. Diskutieren Sie mit!

Rückblick Am 11. Juli jährt sich das Massaker von Srebrenica. Vor zwanzig Jahren eroberten serbische Truppen die Stadt und töteten alle Männer, derer sie habhaft wurden. Am Ende standen 8.000 Opfer. taz-Korrespondent Erich Rathfelder traf damals die, die entkamen. Er erinnert sich.

Lucke-Füller Frauke Petry ist jetzt Vorsitzende der AfD. Rechts neben ihr wird es künftig kaum jemanden geben – nur so manchen Mitvorstand. Wer macht da jetzt Politik?

Reformstau Irans Präsident Hassan Rohani möchte sein Land öffnen. Aber Konzerte, die seine Regierung genehmigt, werden abgesagt, Theaterstücke abgesetzt, Galerien geschlossen. Weil die Fundamentalisten mächtiger sind. Bahman Nirumand über einen Kulturkampf, der ein Machtkampf ist.

Spionage In Bad Aibling stehen diese riesigen weißen Bälle in der Landschaft, mit denen der BND Daten sammelt – auch für den US-Geheimdienst NSA. Wie finden das eigentlich die Bad Aiblinger? Ein Besuch im amerikanisch eingefärbten Voralpenidyll.

Freundschaft Ursula Schäfer wohnt in einem brandenburgischen Dorf. Weil sie weiß, dass Flucht jedem blühen kann, ist sie Flüchtlingspatin geworden – und kümmert sich nun um eine Kenianerin und ihren kleinen Sohn. Sie hilft, wo sie kann. Einfach ist das nicht immer.

Nahöstliches Eva Illouz ist Soziologin, bekannt wurde sie mit Büchern über die Liebe. Jetzt hat sie eins über Israel geschrieben – das Land, in dem sie lebt. Ein Gespräch über die jüdische Psyche, die israelische Linke und warum sie eines Tages aufhörte, orthodox zu sein.

Qualm Räuchern kann man vieles. Fisch und Fleisch, Gemüse und sogar Joghurt. Räuchermeister Michael Wickert erklärt, wie es geht. Ein Interview über das zauberhafte Zusammenspiel von Feuer, Sägespänen und einer schlichten Tonne.

Globales Nord-Süd Die große Frage: Wie lässt sich die Welt gerechter machen, wie lässt sich Entwicklung finanzieren? Darüber streitet die UNO ab Montag in Addis Abeba. Unser Autor hat aufgeschrieben, was die Geschichte für diesen Streit lehrt.

Paradies Eden, Plaue und Marga sind drei genossenschaftliche Siedlungen in Brandenburg, die von Lebensreformern um die Wende zum 20. Jahrhundert gegründet wurden. Ein Besuch an Orten, an denen Utopien verwirklicht werden sollten.

Und mit Kolumnen von Bettina Gaus, Christiane Müller-Lohbeck, Christel Burghoff und Robert Misik.