■ Berliner Telegramm: HUB rehabilitiert Ehrendoktor Krelle
Wilhelm Krelle, ehemaliger Professor und Ehrendoktor an der Humboldt-Universität, war „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Mitglied der SS“. Mit diesem Ergebnis eines Gutachtens und eines Uni-internen Untersuchungsausschusses hat gestern der Akademische Senat der HUB Krelle rehabilitiert. Dem Ausschuß lagen nach Mitteilung des Akademischen Senats alle Unterlagen über Krelle und ein Gutachten des Historikers Wegner von der Bundeswehr-Universität Hamburg vor. Krelle hatte als Offizier in der Waffen-SS gedient, aber stets betont, er sei nie Mitglied der SS gewesen, sondern kurz vor Kriegsende als Wehrmachtsangehöriger gegen seinen Willen zur Waffen-SS abkommandiert worden. Diese Version wurde nun von dem Ausschuß erhärtet: Krelle sei versetzt worden, ohne aus dem Heer auszuscheiden, und habe einen Übertritt in die SS abgelehnt. Damit ist für die HUB der Fall Krelle erledigt: „Weitere Schritte in bezug auf die Ehrenpromotion sind nicht erforderlich“, hieß es in einer Erklärung. bpo
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen