Kein Schlusswort

Plädoyers im NSU-Prozess

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Die Plädoyers im Münchener NSU-Prozess gehen den bohrenden Fragen der Betroffenen nach und zeigen, wo die Aufklärung weitergehen muss.

Es ist eines der aufwändigsten Verfahren der deutschen Nachkriegs­geschichte: Der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und ­Unterstützer des »National­sozialistischen Untergrunds« (NSU) am Münchener Oberlandes­gericht. Die Plädoyers vieler der über 90 Nebenkläger*innen und ­ihrer Anwält*innen waren auch eine Abrechnung mit dem gebrochenen ­Aufklärungsversprechen der Bundeskanzlerin.

Denn die bohrenden Fragen der Betroffenen blieben von staatlicher Seite bislang unbeantwortet: Wie erfolgte die Auswahl der Opfer? Wie groß war das an den Morden und Anschlägen beteiligte Unterstützernetzwerk? Was wussten die Sicherheitsbehörden – insbesondere der Verfassungsschutz – und warum wurde seitens des Staates nicht eingegriffen? Wie konnte der NSU überhaupt entstehen?

Diesen und anderen Fragen gehen vier vom NSU-Terror Betroffene und acht Nebenklagevertreter*innen in ihren Plädoyers nach und entwerfen eine eindrucksvolle Gegenerzählung zum staatlichen Narrativ im NSU-Komplex.

Info

Tag: 17.03.2018
Anfang: 16:30 Uhr
Dauer: 00:45
Raum: TAZ STUDIO 5 H 408
Art: lecture

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