• 30.07.2010

Pro & Contra

Naziverbot für Kitas in Meck-Pomm?

Darf man Rechtsextremen verbieten, eine Trägerschaft für Kindergärten zu übernehmen? Oder muss man so etwas in einer Demokratie anders lösen?von A. Maier / D. Schulz

  • 03.08.2010 03:50 Uhr

    von Goettrik:

    Wer dieses Land "demorkatisch" nehnt,Den müßte man schon Seinen Posten in der Politik ohne Bezüge wettnehmen ! Danke für die neue DDR,aber es gibt Gerichte in Holland,die sich mit Menschenrechte beschäftigen ! Wo ist der §1 des Grundgesetzes ?

  • 01.08.2010 17:46 Uhr

    von vic:

    Finger weg von den Kindern anderer Leute.
    Schlimm genug die Vorstellung, was sie den Eigenen antun.

  • 01.08.2010 17:43 Uhr

    von Sebastian:

    Und was ist mit den Erziehern die linkes Gedankengut verbreiten? Ich hoffe doch auch das man das auch verbietet.

    Aber an solchen Dingen sieht man sehr gut wie weit faschistisches Denken verbreitet ist.

  • 01.08.2010 16:22 Uhr

    von Cdolf:

    Naziträgerschaft für Kitas.Super. Vieleicht ist das, ein weiterer guter Schritt um dieses Land in den nächsten Abgrund,in den nächsten Krieg ,zu treiben, kann der Deutsche Nationalismus,nur so ,endgültig,ausgemerzt werden ?

  • 01.08.2010 15:16 Uhr

    von P.T.:

    Goldig...
    Pro&Contra, Dick&Doof, Schwarz&Weiß...
    Wenn den Autoren der TaZ keine besseren Alternativen einfallen, wird auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung noch mancherlei vermeintliches Unkraut grünen. Keiner, auch nicht Faschisten, sollte mit einem Quasi-Berufsverbot in der Demokratie in die Knie gezwungen werden. Wenn wir es nicht schaffen, auch in den Medien, diesen Menschen und den Kindern Alternativen anzubieten, werden wir uns schon wegen unserer Unfähigkeit auf eine Seite schlagen.

  • 01.08.2010 11:05 Uhr

    von Euromeyer:

    Wer schon mal erlebt hat, wie Kinder zugebundene Schuhe auf die Strasse geschickt werden, mit der Begründung "ich kniehe nicht vor Niggern", unter Beifall der `Erzieherinnen` auf Romakinder Schlamm geworfen wird oder Sklave und Herr gespielt wird, weiss dass alles akademische Grundlagengesülze Blödsinn ist. Rassisten gehören nicht in den Kindergarten. Wie sollen sich tolerante Bürger entwickeln, wenn sie schon zu Schnullernazis erzogen werden?

  • 31.07.2010 15:45 Uhr

    von A.Grech:

    "Und bis dahin soll sich dieses Land gegen die Rechten wehren können."

    Also wieder mal "der Zweck heiligt die Mittel". Das es etwas absurd ist, mit diesem faschistischen Prinzip die Rechten abwehren zu wollen, scheint der Autorin nicht in den Sinn zu kommen.

  • 31.07.2010 14:22 Uhr

    von S. Rühling:

    Meine Kinder waren im Alter von 4 oder 5 noch nicht in der Lage, sich verbal gegen Erzieher mit nationalsozialistischer Einstellung zur Wehr zu setzen. Einem Kind mit Migrationshintergrund nützt der Nachbar, der in der SPD ist, wenig im konkreten Kindergartenalltag. Da ich möchte, dass alle Eltern in diesem Land ihre Kinder ohne Bachschmezen in den Kindergarten schicken können (auch wenn der Nachwuchs nicht blond und blauäugig ist) finde ich den Erlass von Fr. Schwesig sehr hilfreich und begrüßenswert. Sicher, es ist schlimm genug, dass solche Probleme nicht im Vorfeld durch Entscheidungen von Aufsichtsgremien, Intervention von Elternbeiräten etc gelöst werden und dass bestimmte Personalentscheidungen überhaupt gefällt werden- aber es beschreibt die Zustäne in diesem Land. Für mich als Mutter ist eine Lösung per Erlass zuwar hässlich, aber besser als Abwarten und Zuschauen.

  • 31.07.2010 13:44 Uhr

    von Steffi:

    Ich bin ja im allgemeinen sehr für grundsätzlich-theoretische, politische Erwägungen, aber bei dieser Frage scheinen sie mir völlig unangemessen.

    Was Kitas angeht ist der springende Punkt ja wohl nicht so sehr, ob und inwiefern ein solches Verbot mit grundsätzlichen Eigenschaften der Demokratie kollidiert oder auch harmoniert.
    Der springende Punkt was Kitas angeht, ist dass in solchen mit rechtsradikaler Trägerschaft den Kleinsten vermittelt würde, dass es megageil ist, dass die Kita ausländerfrei ist und wer weiß, was sonst noch alles. Vielleicht, dass man Türken zusammenschlagen soll, wo man sie findet?

    Im übrigen würde sich diese Frage übrigens nicht stellen, wenn man die unzähligen Erkenntnisse zur Wichtigkeit frühkindlicher Bildung ernstnähme und as staatliche Kitaangebot flächendeckend und kostenlos wäre.

  • 31.07.2010 11:05 Uhr

    von sonnemann:

    Die Berufsverbote in den 70igern lasten noch schwer und sind heute eines der Hauptargumente der LINKEN gegen konservative Geschichtsklitterung. Eine starke Demokratie muss das anders hinkriegen, insbesondere, wenn unsere Nachbarstaaten wie Frankreich und die Niederlande zeigen, dass man sich rechte Parteien leisten kann, ohne gleich dem Faschismus anheimzufallen. Meist wirtschaften sich solche Gruppen ganz von selbst an den Rand. Und ganz ehrlich: Im Falle der Qual der Wahl würde ich meine Kinder eher zu einem ordentlichen Bismarkanhänger schicken, als zu Nonnen, die wirre Geschichten über unbefleckte Empfängnis und den Segen des An's-Kreuz-Nagelns erzählen.

  • 31.07.2010 07:45 Uhr

    von vic:

    Sicher würde der MLPD ebenso untersagt, Kinder zu verderben. Also ist es m.E. gerechtfertigt, die NPD wenigstens von den Kleinen und Wehrlosen fernzuhalten. Die Kinder sind nicht schuld daran, dass sie rechtsnationale Eltern haben.

  • 30.07.2010 23:19 Uhr

    von chibi:

    Contra: Allen möglichen Interessensgemeinschaften ist es gestattet fremde Kindern, teilweise von Geburt an, in ihrem Sinne zu erziehen.
    Als bedeutenstes Beispiel dafür sind die christlichen Kirchen zu nennen. Sie dürfen Kinder von ganz klein auf mit ihren Ansichten indoktrinieren, sogar stattlich gewollt und gefördert.

    Dass diese Ansichten nicht weniger falsch oder gefährlich sind, als die der Rechten, ist wiederum Ansicht bedeutender Bevölkerungsanteile.
    Warum maßen wir uns ans hierbei zweierlei Maß anzulegen?

    Und spätestens, wenn es um die eigenen Kinder geht, kann jeder Veganer, Fleischesser, Raucher, Nichtraucher, Waffennarr, Pazifist, Menschenverachter, Alt-Hippie, Erzkonservative, Anarchist... seine Kinder in seinem Sinne (v)erziehen wie er es für richtig hältt, selbst wenn 99% der restlichen Bevölkerung dies für komplett falsch hällt.

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