Oberste Aufgabe des Staates ist die Daseinsvorsorge für seine Bürger - er braucht auch die Struktur, dem nachzukommen. Eine Reverstaatlichung des Stromnetzes ist notwendig.
Das heißt REPRIVATISIERUNG, und nicht nur die Stromversorgung gehört verstaatlicht!
14.03.2010 13:26 Uhr
von Amos:
Wenn Löhne, Renten etc. ständig sinken, dürfen Energiekosten und Mieten nicht ständig steigen-, so einfach ist das. Und dazu braucht man eine staatliche Regulierung.
13.03.2010 22:49 Uhr
von polytechniker:
edit:
Der belgische Netzbetreiber und ein australischer Pensionsfond bestimmt überhaupt nicht "grundsätzlich" "welcher Strom zu welchen Preisen durch die Leitungen transportiert wird", wie der Autor das behauptet.
Durch die im Energiewirtschaftsgesetz enthaltene Anreizregulierung (= gesetzl. Werkzeug um kommunale Versorger schlechter als die Energiekonzerne zu stellen) ist die Obergrenze für Gewinne aus Durchleitungsgebühren festgelegt worden - und zwar progressiv, also mit festgelegten, jährlich kleiner werdendem Gewinn- und Kostenanteil.
Ohne ein Amen der Bundesnetzagentur - aha, eine staatliche Einrichtung - geht bei den Durchleitungsgebühren schon mal gar nichts.
13.03.2010 22:34 Uhr
von polytechniker:
Eine Reverstaatlichung ist zwingend notwendig - um die Kosten einer Sanierung eines immer maroder werdenden Übertragungsnetzes der öffentlichen Hand zu überlassen. Nellie Kroes' Plan von 2007 würde dann aufgehen indem der Kostenfaktor Netz, der für die EVU's eher einen strategischen Wert hat, unter dem Deckmantel der Demokratisierung von Daseinsvorsorge abgestoßen werden könnte. Das wäre auch wesentlich eleganter als so lange zu warten bis gar nichts mehr geht - siehe Neuseeland und sein (ehemals) privatisiertes Schienennetz. Selbstverständlich liegt dann auch die Verantwortung in dieses Netz entsprechend zu investieren beim Bund - eine absolute Traumlösung für die Energieriesen die weiterhin mit ihren Kraftwerken und Handel das 'richtige' Geld machen.
Es wird noch besser: Für die Kapitalinvestoren ("ownership" neutral) gibt es auch einen milliardenschweren 'benefit'. Aus Neelie Kroes' Positionspapier "Building a competitive European energy market" vom 01.10.2007 steht dann auch: £100 die in Aktien von British Gas investiert wurden, stiegen auf £756 nachdem British Gas ihr Netz abgegeben haben.
Ohne den Hauptfaktor, die Energieproduktion, ist die Forderung nach Reverstaatlichung der Netze nichts weiter als eine zweite Mogelpackung auf dem Rücken der Bürger, getreu dem Wirtschaftsprinzip "Gewinne privatisieren..." etc.
13.03.2010 11:35 Uhr
von Schneider:
Die Grundversorgung darf nicht privatisiert werden, ! Maximale Gewinnorientierung am Wirtschaftskasino wird Oasen und Wüsten (wiedermal Spalten) bei Kommunen, Schulen, Städten, Verkehr, Stromnetz, usw. hervorrufen! Wenn Kapitalismus, dann für den Menschen/die Bürger und nicht den maximalen Gewinn, der am Ende eh wieder als Boni ausgezahlt wird, anstatt einer Kaputten Straße oder in Form eines vitaminreichen Apfels einem Schulkind zugute kommt !!!!
13.03.2010 07:19 Uhr
von Hiob:
Danke für diesen Kommentar. Ich dachte schon, ich wäre der einzige, der das für eine Gefährdung unserer Infrastruktur hält.
Die neuen Eigentümer wollen Gewinne erwirtschaften. Und statt einem Unternehmen (Vattenfall), wollen nun zwei von der Energieversorgung partizipieren.
Was für ein Wahnsinn! D wird ausverkauft. Man hat anscheinend nichts aus dem Cross-Border-Leasing Desaster gelernt.
12.03.2010 23:16 Uhr
von Freddy:
Wie schoen das der Buerger der die Leitungen mitfinanziert hat, mal wieder nicht gefragt wurde. Da haengt einen nicht nur die Werbung von Vattenfall zum Hals raus.. Demokratie ist wohl doch, waehlen zu koennen, wer einen verkohlt.
Leserkommentare
16.03.2010 11:13 Uhr
von hto:
Das heißt REPRIVATISIERUNG, und nicht nur die Stromversorgung gehört verstaatlicht!
14.03.2010 13:26 Uhr
von Amos:
Wenn Löhne, Renten etc. ständig sinken, dürfen Energiekosten und Mieten nicht ständig steigen-, so einfach ist das. Und dazu braucht man eine staatliche Regulierung.
13.03.2010 22:49 Uhr
von polytechniker:
edit:
Der belgische Netzbetreiber und ein australischer Pensionsfond bestimmt überhaupt nicht "grundsätzlich" "welcher Strom zu welchen Preisen durch die Leitungen transportiert wird", wie der Autor das behauptet.
Durch die im Energiewirtschaftsgesetz enthaltene Anreizregulierung (= gesetzl. Werkzeug um kommunale Versorger schlechter als die Energiekonzerne zu stellen) ist die Obergrenze für Gewinne aus Durchleitungsgebühren festgelegt worden - und zwar progressiv, also mit festgelegten, jährlich kleiner werdendem Gewinn- und Kostenanteil.
Ohne ein Amen der Bundesnetzagentur - aha, eine staatliche Einrichtung - geht bei den Durchleitungsgebühren schon mal gar nichts.
13.03.2010 22:34 Uhr
von polytechniker:
Eine Reverstaatlichung ist zwingend notwendig - um die Kosten einer Sanierung eines immer maroder werdenden Übertragungsnetzes der öffentlichen Hand zu überlassen.
Nellie Kroes' Plan von 2007 würde dann aufgehen indem der Kostenfaktor Netz, der für die EVU's eher einen strategischen Wert hat, unter dem Deckmantel der Demokratisierung von Daseinsvorsorge abgestoßen werden könnte.
Das wäre auch wesentlich eleganter als so lange zu warten bis gar nichts mehr geht - siehe Neuseeland und sein (ehemals) privatisiertes Schienennetz.
Selbstverständlich liegt dann auch die Verantwortung in dieses Netz entsprechend zu investieren beim Bund - eine absolute Traumlösung für die Energieriesen die weiterhin mit ihren Kraftwerken und Handel das 'richtige' Geld machen.
Es wird noch besser: Für die Kapitalinvestoren ("ownership" neutral) gibt es auch einen milliardenschweren 'benefit'. Aus Neelie Kroes' Positionspapier "Building a competitive European energy market" vom 01.10.2007 steht dann auch:
£100 die in Aktien von British Gas investiert wurden, stiegen auf £756 nachdem British Gas ihr Netz abgegeben haben.
Ohne den Hauptfaktor, die Energieproduktion, ist die Forderung nach Reverstaatlichung der Netze nichts weiter als eine zweite Mogelpackung auf dem Rücken der Bürger, getreu dem Wirtschaftsprinzip "Gewinne privatisieren..." etc.
13.03.2010 11:35 Uhr
von Schneider:
Die Grundversorgung darf nicht privatisiert werden, ! Maximale Gewinnorientierung am Wirtschaftskasino wird Oasen und Wüsten (wiedermal Spalten) bei Kommunen, Schulen, Städten, Verkehr, Stromnetz, usw. hervorrufen!
Wenn Kapitalismus, dann für den Menschen/die Bürger und nicht den maximalen Gewinn, der am Ende eh wieder als Boni ausgezahlt wird, anstatt einer Kaputten Straße oder in Form eines vitaminreichen Apfels einem Schulkind zugute kommt !!!!
13.03.2010 07:19 Uhr
von Hiob:
Danke für diesen Kommentar. Ich dachte schon, ich wäre der einzige, der das für eine Gefährdung unserer Infrastruktur hält.
Die neuen Eigentümer wollen Gewinne erwirtschaften. Und statt einem Unternehmen (Vattenfall), wollen nun zwei von der Energieversorgung partizipieren.
Was für ein Wahnsinn! D wird ausverkauft. Man hat anscheinend nichts aus dem Cross-Border-Leasing Desaster gelernt.
12.03.2010 23:16 Uhr
von Freddy:
Wie schoen das der Buerger der die Leitungen mitfinanziert hat, mal wieder nicht gefragt wurde. Da haengt einen nicht nur die Werbung von Vattenfall zum Hals raus.. Demokratie ist wohl doch, waehlen zu koennen, wer einen verkohlt.
12.03.2010 19:20 Uhr
von K.O.:
Richtig!