• 16.09.2009

Die osteuropäischen Roma sind von jeher die beispielhaft "fremden Fremden". Die Bettelverbote in vielen westeuropäischen Städten richten sich vor allem gegen Roma.

Wer die Bettelcodes verletzt

KOMMENTARvon Robert Misik

  • 17.09.2009 15:22 Uhr

    von Lydia Bißmann:

    Aha - was für ein schlauer Artikel! Die Roma dürfen zwar ungekämmt und dreckig sein und fordernd betteln - aber organisieren dürfen sie sich nicht? Mir doch egal ob sie sauber, dreckig oder organisiert betteln - Sie gehen mir auf die Nerven!
    So auf die Nerven wie all die anderen Tierschützer, Greenpeace-Keiler und Zeugen Jehovas - also alle die mich ungefragt irgendwo anquatschen und mein Geld, meine Kontonummer oder meine Seele wollen!
    Ich finde jeder sollte das Recht auf Betteln haben - und jeder ein Recht sich darüber aufzuregen - weil sie echt nervig sind!
    Und mir als Kunde ist es echt scheißegal ob die in einer Gewerkschaft, einer Mafia oder sonstwo organisiert sind!

  • 16.09.2009 15:23 Uhr

    von Bionca Knowless:

    Die Behinderten aus Rumänien stammenden Kinder die jedes Jahr zur Weihnachtszeit an diversen markanten Punkten deutscher Grosstädte auftauchen sind sehr wohl mafiaähnlich organisiert bzw. werden mafiaähnlich ausgebeutet. Diese armen Bettelsklaven sitzen Stundenlang ohne Essen und Trinken vor irgendwelchen Supermärkten. Wenn man sie anspricht kann man manchmal ein Lächeln in ihre Gesichter zaubern, zur Artikulation sind sie aber meistens nicht fähig da die "Organisatoren" bevorzugt Taubstumme verwenden.
    Ich würde gerne glauben, dass das junge Mädchen welches ich zur letzten Adventszeit beobachten konnte den Rest des Jahres bei ihrer Familie verbringt und sich und ihre Familie mit dem Erbettelten versorgt, anstatt in einem Waisenhaus von korruptem Pflegepersonal geparkt zu werden.

  • 16.09.2009 14:46 Uhr

    von Klaus Keller :

    guter Hinweis auf die Situation aus meiner Sicht.

    Meine Reaktionen haben sich etwas verändert nachdem mir Bewußt wurde was mich am meisten stört und was für mich den unterschied zum nicht belästigtsein von Armut ausmacht und gleichgültig werden will ich auch nicht.

    2 Punkte

    1-Der körperliche Abstand in dem Moment in dem jemand etwas von mir will, einen € direkt oder das verkaufen einer Zeitung.
    Der räumliche abstand zwischen Personen im Alltag mit dem sich beide wohlfühlen ist sicher kulturkreisbedingt.

    2-Eine völlig überzogene Unterwürfigkeitshaltung
    zB: Ein Mann kniet bei aufrechter Körperhaltung auf der Straße mit einem Kissen unter den Knien
    -vergleichbar dem beten in einer Kirche

    wobei mich letzteres trotz Passivität des Bettlers noch wütender gemmacht hatte.

    Wenn ich davon ausgehe das ich Situationen oft nicht verändern kann sondern nur meine Haltung zu den Dingen,ändert das nichts an der Zahl der oft in kleinen Gruppen auftauchenden Bettler in Hanau, es macht mich aber nicht mehr wütend.

    Sie wollen etwas von meinem Geld und mir gefällt ihre Methode nicht(als schlimmer empfinde ich manchmal nur schlechtes musikmachen, und manche spielen wirklich schlecht,unabhängig vom Stück)mehr ist es nicht.



    klaus keller hanau

  • 16.09.2009 13:42 Uhr

    von Jan Frey:

    Vielleicht trägt dieser kleine Text von mir nebst zwei Fotos ja zur teilweisen Erhellung des Themas aus der schlichten Alltagsperspektive bei:
    http://www.kleinmexiko.de/k_021_07.html

  • 16.09.2009 13:26 Uhr

    von harw:

    @Thomas Pany
    Ach ja, welcher "Stamm" soll das denn sein? Und essen DIE auch kleine Kinder?
    Das ist mit Verlaub lächerlich. Ein unhaltbares Beispiel mitsamt inkorrekter Terminologie, um ein Argument zu stützen, das in sich nicht schlüssig ist.
    Unsere Gesetze und ihre Einhaltung ermöglichen kulturelle Vielfalt, freie Selbstentfaltung & Religionsausübung. Zumindest solange Kleingeist, Angst und Intoleranz nicht den letzten Funken Freiheit erstickt haben.

  • 16.09.2009 12:45 Uhr

    von Robert Misik:

    Klar ist eine Mitfahrgelegenheit "organisiert". Aber eben nicht "mafiaähnlich organisiert". Ich weiß schon, warum ich das so geschrieben hab und nicht anders.

  • 16.09.2009 12:26 Uhr

    von AnnA:

    "Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Bettelei auf irgendeine mafiaähnliche Weise "organisiert" ist".
    Herr Misik, einfach mal informieren. Ab und zu genügen dazu sogar die 'öffentlich-rechtlichen' Sender.

  • 16.09.2009 12:22 Uhr

    von Zigano:

    Herr Misik, ihr Artikel stellt für mich höchst effektiven Antiziganismus dar. Man macht so schwerwiegende Kompatibilitätsprobleme zwischen Seßhaften und Nomaden durch "positive Diskriminierung" nicht besser, und erst recht nicht durch offensichtliche Lügen, wie Sie sie uns mutmaßlich mit Ihrer Bemerkung über das "unorganisierte" Betteln auftischen wollen. Oder sollten Sie wirklich SOOOOOOOO schlecht recherchiert haben?

    Wie ein solcher Zivilisaionsclash gelöst wird, können Sie sich durch das Studium der nordamerikanischen Prärieindianer ansehen. Wär eine schöne Reise für Sie und wir bräuchten eine Weile nichts von Ihnen zu lesen. So haben alle was davon.

  • 16.09.2009 11:44 Uhr

    von Karl:

    Mafia wird oft mit "organisiertes Verbrechen" beschrieben. Wenn Betteln organisiert wird, wie sie -"Peter"- schreiben, dann hat das noch nichts mit Verbrechen zu tun. Dann könnte man ja zugespitzt jede andere Organisationsform in Zusammenhang mit der Mafia bringen. Bevor ich schnelle Schlüsse fasse, weil Leute zusammen in einem Auto gefahren werden und dann betteln müssen, würde ich erstmal versuchen etwas über die allgemeinen Strukturen erfahren und insbesondere über die Bedingungen der von ihnen beschrieben Leute. Woher wissen sie, dass es Roma sind, wer bringt sie, warum müssen sie betteln? Und was ist daran zu kritisieren, dass zur Erstreitung des Lebensunterhaltes auch ein Mensch mit Behinderung beiträgt. Und wenn er selbst nicht aus dem Auto aussteigen kann, dann muss er eben getragen werden.
    Mal abgesehen davon ist die ganze Problematik um Sinti und Roma sehr komplex, vielschichtig und es kann sicherlich auch Kritik auf vielen Seiten geübt werden. Aber zuerst muss die beschriebene Diskriminierung und Tötung thematisiert, kritisiert und gestoppt werden.

  • 16.09.2009 11:25 Uhr

    von Thomas Pany:

    Wenn Kannibalen eines Tages unser Land als Zufluchtsort aufsuchen, dann werden wir ihnen selbstverständlich erlauben das Menschenfleich zu verspeisen, es ist doch ihre Kultur und Teil ihrer religiösen Welt, alles andere würde meines Erachtens xenophob und rassistisch. Gesetzlich verboten? Egal, das Schächten ist doch auch verboten, aber für remde Kulturen und Religionen macht man schon Ausnahmen.


    Nach bettelnden Romas und Moslems Frauen die in ganzkörper Kondomen rumlaufen, fehlen uns noch Kannibalen und dann würde die Multi-Kulti Welt perfekt, und noch was...ich kenne da einen afrikanischen Stamm der sich gegenseitig, zu Begrüssung bespuckt, sollte einer bei uns auftauchen, dann nur zu, am Besten den Autor des Artikels, denn:

    "Aber es ist eben verdammt schwer, nicht xenophob zu werden, wenn einen die Fremden mit ihrem Elend und ihrem Fremdsein belästigen."

  • 16.09.2009 11:00 Uhr

    von Peter:

    >>>>Übrigens: Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Bettelei auf irgendeine mafiaähnliche Weise "organisiert" ist.<<<

    Das halte ich für schlichtweg falsch.
    Ich selbst wohne in einer Strasse in München in der jeden morgen ein Kleinbus vorfährt und 6-8 Roma aussteigen oder Behinderte rausgetragen werden und am Strassenrand mit Schild und Hut plaziert werden. Abends werden sie wieder abgeholt.
    Das nenne ich organisert. Ob Mafia oder nicht kann ich nicht. für mich sieht das aber so aus.

    Bei SpiegelTV gab es mal ein Beitrag dazu. Vielleicht sollte er sich den mal besorgen.

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