• 06.05.2009

Es war es richtig, die Renten nicht zu senken. Langfristig wird nichts anderes übrig bleiben, als die Rente stärker über Steuern zu finanzieren.

Letzte Reform vor dem Systemwechsel

KOMMENTARvon Ulrike Herrmann

  • 07.05.2009 12:55 Uhr

    von Juergen K.:

    Ob 500 € Renten erhöht werden muss ich nicht diskutieren. Genau so wenig, dass viele Menschen "40 Jahre lang etwas geleistet haben".

    Ich kriege jedoch einen Ausschlag, wenn ich den letzten Armutsbericht lese und feststelle, dass bei den Beamten, der Anteil um ein Vielfaches gegenüber dem Anteil an Arbeitern ist, bei dem Pensionäre respektive Rentner mehr als 3 500 € als Altersversorgung zur Verfügung haben.

    Dieser Anteil nach den aktuellen Veröffentlichungen auch noch mit erhöhter Lebensdauer belohnt ist.

    Ich wünsche Niemandem den frühen Tot.

    Meine Erinnerungen reichen allerdings noch in die Zeiten zurück, in denen "Post-" und "Telekom-" Beamte mit Sondergesetzen in den verfrühten Ruhestand versetzt wurden, da sie vom "Thekendienst (Wa'tte ma', ich hab noch nicht fertig)" wegen "Volksaktie" oder sonstigen Filigranitäten auf Staatskosten verurlaubt wurden.

    Die Pensionsanwartschaften der Politiker in Regimenstsstärken werden -so weit ich weiss- noch in Halbwertszeiten von Plutonium gemessen.

    das gibt genügend Anlass über eine Verteilungsgerechtigkeit nachzudenken.

    Wie lange 1 Million 7,50 € Billiglöhner -und selbst dieser Betrag ist nicht einmal abgesichert- einzahlen sollen

    um die Pensionen von 100 Politikern zu begleichen
    kann nicht ausgerechnet werden.

    Nach dem Grundgesetz äussert sich das "Soziale" in der BRD danach "die Stärkeren" stärker in die Pflicht zu nehmen.

    Dass das bei der Beitragsbemessungsgrenze aufhört ist ebenfalls eine Diskussion wert.















  • 07.05.2009 09:57 Uhr

    von Axel Dörken:

    Ich frage mich, wie lange es Politiker und Medien noch schaffen, dass Thema Bedingungsloses Grundeinkommen weiterhin so "klein" zu halten.

    Angesichts jedweder Entwicklung scheitn das BGE die hilfreichste Möglichkeit zu bieten.

    doch ist es eben, wie immer: Um evolutionär bestehn zu können, muss auch die Bewegung rund um das BGE erst einmal beweisen, ob ausrechend Energie vorhanden ist, um etablierte Mächte abzulösen.

    Die Kritische Masse ist das entscheidende Moment. Frage: Wann wird sie erreicht?

    Für mich ist das BGE die logische Fortsetzung der industriellen Revolution und der Höherbeteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmensgewinn. Somit ist es für mich keine Frage des "Ob", sondern nur die Frage des "Wann".

    Ich schätze, dass wir spätestens 2012 ein BGE haben werden. Alaska und Namibia haben es bereits Heute. Brasilien hat die Erreichung eines BGE per Gesetz verankert. Und Deutschland trödelt weiter?

  • 06.05.2009 17:20 Uhr

    von Ludwig Paul Häußner:

    Grundfinanzierung der Sozialkassen durch eine neue Bundessteuer: die soziale MwSt!

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    Frau Winkelmann fordert zu Recht eine Grundfinanzierung der Sozialkassen aus allgemeinen Steuermitteln.

    Leider schweigt sie sich aus, welche Steuern dafür erhöht werden müssten. Die Einkommens- und Ertragssteuern werden und können es nicht sein.

    Durch die Wirtschaftskrise fallen ohnehin schon die Einnahmen aus der Ertragssteuer niedriger aus. Die Einkommenssteuer kann auch nicht weiter erhöht werden. Im Gegenteil, die Forderungen nach einem "Abspecken" des Mittelstandsbauchs im EK-Steuertarif werden zum Wahlkampfthema.

    Der einzige Ausweg ist eine höhere MwSt!

    Die EU lässt 25% MwSt zu. In Dänemark und Schweden sind diese Steuersätze schon längst Realität.

    In Frankreich wird die TVA social: die soziale MwSt diskutiert.

    Wir könnten also in Deutschland eine "Duale MwSt" einführen: zur bisherigen die soziale MwSt als neuer Bundessteuer zur Grundfinanzierung der Sozialkassen.

    Trotz aller Aversionen bezüglich der MwSt ist die MwSt die sozialgerechteste Steuer überhaupt: keiner kann sich ihr entziehen.

    Wer viel ausgeben kann zahlt einfach mehr Steuern und für Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs - incl. Bücher gilt weiterhin der ermäßigte MwSt-Satz von 7%. Mehr Infos unter: www.unternimm-die-zukunft.de

    Durch die soziale MwSt haben wir eine sanfte Umversteilung von Oben nach Unten.

    Ludwig Paul Häußner
    Unversität Karlsruhe (TH) - IEP

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