Nach 17 Jahren in Deutschland soll ein Ehepaar in das Kosovo abgeschoben werden. Am Montag gab es eine Anhörung im Innenausschuss des Bundestags.von Sabine Am Orde
Wer ernsthaft Arbeitsleistungen von - teilweise schwerkranken - Menschen und von Kindern fordert, hat offenbar den obigen Artikel nicht gelesen und ignoriert, das geduldete Menschen so gut wie keine Chance haben, in diesem Land eine Arbeit zu finden, die sie und ihre Familien ernähren kann. Wer Schwerkranke in ein Land mit mangelhafter medizinischer Versorgung abschieben will, nimmt deren Tod billigend in Kauf. Wer bei 10.000 Menschen davon redet, "wir könnten ja nicht die ganze Welt aufnehmen", ersetzt rationales Denken durch Totschlagargumente: Es geht nicht um die ganze Welt (ca. 6 Milliarden), sondern um ca.10.000. Wer behauptet, Deutschland hätte aus seiner Vergangenheit gelernt und gleichzeitig dafür plädiert, die Nachfahren der Menschen, die unsere Großeltern bestialischst ermordet haben in ein Land abzuschieben, wo Ihnen Diskriminierung, rassistische Verfolgung und gewalttätige Angriffe drohen, zeigt nur, das er oder sie wirklich rein gar nichts aus der Vergangenheit gelernt hat. Wer davon redet, Menschen, die hier geboren, aufgewachsen und z. T. sehr gut integriert sind, in ihre sogenannte "Heimat", die sie zu einem erheblichen Teil NIE gesehen haben, abschieben zu wollen, soll sich bitte erst einmal fragen, was für ein wirklich seltsames "Heimat"-Verständnis solchen Äußerungen zugrundeliegt. Das arabische Monarchien ihre migrantischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen z.T. wie Dreck behandeln, kann nicht ernsthaft ein Vorbild für eine westliche Demokratie sein, die sich an den Anfang des Grundgesetzes schreibt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Wer ernsthaft fordert, ein solcher Umgang solle Vorbild für Deutschland und Europa sein, sollte sich einmal Gedanken machen, was "Hire and fire"-Prinzipien für seinen eigenen Arbeitsplatz bedeuten können.
An die, die es hier betrifft: Bitte hört auf mit diesem unsäglichen Nachquatschen von Populismen ("Das Boot ist voll" o.ä.), sondern steigt ein in eine wirkliche Diskussion.
01.07.2010 09:30 Uhr
von taz Leser:
Wenn die Transferleistungen an solches Klientel aus privaten Mitteln, etwa von Linken und Grünen, bestritten werden müssten, dann wäre kein einziger Roma mehr in Deutschland.
01.07.2010 09:16 Uhr
von BerlinMarcus:
Für mich ganz einfach...wer sich durch Arbeit selbst versorgen kann darf bleiben (und das schon mind. seit 5 Jahren und nicht 3 Tagen) und wer von Transferleistungen lebt muss ausreisen ! Mit der Lösung zeigt Deutschland sein humanes Gesicht...keiner kann ernsthaft von Deutschland erwarten ein Sozialstaat für die Welt zu sein!
P.S Ist der Krieg nicht schon lange vorbei und man sollte seine Heimat wieder aufbauen?!?!?
30.06.2010 14:05 Uhr
von Relax:
Die Wirtschaftskrise und Staatsverschuldung wird letztlich Fakten schaffen.
Irgendwann wird es einfach nicht mehr bezahlbar sein.
Ideologie hin oder her.
z.B. in den Vereinigten arabischen Emiraten mussten bei Eintritt der Wirtschaftkrise alle Migranten ohne Arbeitsplatz das Land verlassen. Egal ob Philippine, Libanese oder Westeuropäer. Nicht mal westliche Journalisten haben sich darüber echauffiert. Das wurde einfach so hingenommen.
30.06.2010 10:32 Uhr
von abartig:
Was hier schon so steht finde ich ziemlich krass und unreflektiert.
Heinz: Dort leben ? Da sind ihre Wurzeln, ihre Heimat ? Mag sein, auch wenn das für viele der Kinder wohl nicht mehr zutrifft. Aber würdest du in (d)ein Land abgeschoben werden wollen, wenn die Situation dort noch beschissener ist als sie es hier für Flüchtlinge und Immigranten ist, die in diesem Land nebenbei oft wie den letzten Dreck behandelt werden. Dein Recht hier zu wohnen und am Reichtum teilzuhaben begründet sich darauf hier deine "Wurzeln" zu haben. Na toll, dann ist das wohl wie die Lotterie: Man muss Glück haben und in einem reichen Land geboren werden das nicht vom Krieg zerstört ist. Du machst also einen Unterschied zwischen Menschen aufgrund ihrer Nationalität. Aber betrachte doch einfach mal alle NUR als Menschen. Dann ist das was du schreibst absolut abwertend.
Es ist WM der Nationalismus flammt wieder auf! Ich könnte kotzen!
30.06.2010 10:20 Uhr
von Realist:
Ach, hohe Arbeitslosigkeit ist gegeben, schlechte Gesundheitsversorgung. Das mit der Arbeitslosigkeit kenne ich auch von hier! Da sind wir wieder beim Kernproblem, Grüne und andere Gutmenschen wollen das Sozialamt der Welt sein, aber wer soll das bezahlen? "Wir" natürlich, hernach haben "Wir" dann über unsere Verhältnisse gelebt und müssen sparen. Alternativlos, versteht sich!
30.06.2010 09:33 Uhr
von ari:
andere frage:
was haben die hier zu suchen? der krieg ist vorbei, also können die auch wieder zurück nach hause. wir sind nicht das sozialamt der welt, man hat aber oft das gefühl.
30.06.2010 08:25 Uhr
von Fairbleiben:
Ich sehe hier absolut kein Problem: Lieber dort von der Sozialhilfe leben als hier.
30.06.2010 06:55 Uhr
von vantast:
Die Ungleichbehandlung von Juden und Zigeunern ist üblich und empörend. Gegenüber den einen ist man aus taktischen, politischen Gründen bis zur Selbstverleugnung entgegenkommend, den anderen gegenüber ehrlich und abweisend. Hinter den Roma steht eben keine Macht, wir können uns ihnen gegenüber als Herren im eigenen Haus aufspielen und ihnen zeigen, daß sie als Fremde unerwünscht sind. Wir mögen nicht jeden, höchstens ihre Musik. Leider geht es nicht nur uns so, auch in anderen demokratisch wenig entwickelten Ländern, wie Ungarn, lehnt man sie ab. Jeder glaubt, besser zu sein, als der andere. Die Ausländerfeindlichkeit der CDU/CSU ist sprichwörtlich, "wir sind kein Einwanderungsland!","Wo kann man gegen Ausländer unterschreiben?"
29.06.2010 21:07 Uhr
von Heinz-Rüdiger Adleg:
Was sollen die im Kosovo ???
Na dort leben. Es ist schließlich ihre Heimat.
Dort gehören sie hin. Und das ist nicht abwertend gemeint. Dort liegen ihre Wurzeln, dort ist ihre Herkunft, dort werden sie wieder leben.
Leserkommentare
04.07.2010 16:03 Uhr
von Uli:
Wer ernsthaft Arbeitsleistungen von - teilweise schwerkranken - Menschen und von Kindern fordert, hat offenbar den obigen Artikel nicht gelesen und ignoriert, das geduldete Menschen so gut wie keine Chance haben, in diesem Land eine Arbeit zu finden, die sie und ihre Familien ernähren kann. Wer Schwerkranke in ein Land mit mangelhafter medizinischer Versorgung abschieben will, nimmt deren Tod billigend in Kauf. Wer bei 10.000 Menschen davon redet, "wir könnten ja nicht die ganze Welt aufnehmen", ersetzt rationales Denken durch Totschlagargumente: Es geht nicht um die ganze Welt (ca. 6 Milliarden), sondern um ca.10.000. Wer behauptet, Deutschland hätte aus seiner Vergangenheit gelernt und gleichzeitig dafür plädiert, die Nachfahren der Menschen, die unsere Großeltern bestialischst ermordet haben in ein Land abzuschieben, wo Ihnen Diskriminierung, rassistische Verfolgung und gewalttätige Angriffe drohen, zeigt nur, das er oder sie wirklich rein gar nichts aus der Vergangenheit gelernt hat. Wer davon redet, Menschen, die hier geboren, aufgewachsen und z. T. sehr gut integriert sind, in ihre sogenannte "Heimat", die sie zu einem erheblichen Teil NIE gesehen haben, abschieben zu wollen, soll sich bitte erst einmal fragen, was für ein wirklich seltsames "Heimat"-Verständnis solchen Äußerungen zugrundeliegt. Das arabische Monarchien ihre migrantischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen z.T. wie Dreck behandeln, kann nicht ernsthaft ein Vorbild für eine westliche Demokratie sein, die sich an den Anfang des Grundgesetzes schreibt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Wer ernsthaft fordert, ein solcher Umgang solle Vorbild für Deutschland und Europa sein, sollte sich einmal Gedanken machen, was "Hire and fire"-Prinzipien für seinen eigenen Arbeitsplatz bedeuten können.
An die, die es hier betrifft: Bitte hört auf mit diesem unsäglichen Nachquatschen von Populismen ("Das Boot ist voll" o.ä.), sondern steigt ein in eine wirkliche Diskussion.
01.07.2010 09:30 Uhr
von taz Leser:
Wenn die Transferleistungen an solches Klientel aus privaten Mitteln, etwa von Linken und Grünen, bestritten werden müssten, dann wäre kein einziger Roma mehr in Deutschland.
01.07.2010 09:16 Uhr
von BerlinMarcus:
Für mich ganz einfach...wer sich durch Arbeit selbst versorgen kann darf bleiben (und das schon mind. seit 5 Jahren und nicht 3 Tagen) und wer von Transferleistungen lebt muss ausreisen ! Mit der Lösung zeigt Deutschland sein humanes Gesicht...keiner kann ernsthaft von Deutschland erwarten ein Sozialstaat für die Welt zu sein!
P.S Ist der Krieg nicht schon lange vorbei und man sollte seine Heimat wieder aufbauen?!?!?
30.06.2010 14:05 Uhr
von Relax:
Die Wirtschaftskrise und Staatsverschuldung wird letztlich Fakten schaffen.
Irgendwann wird es einfach nicht mehr bezahlbar sein.
Ideologie hin oder her.
z.B. in den Vereinigten arabischen Emiraten mussten bei Eintritt der Wirtschaftkrise alle Migranten ohne Arbeitsplatz das Land verlassen. Egal ob Philippine, Libanese oder Westeuropäer.
Nicht mal westliche Journalisten haben sich darüber echauffiert. Das wurde einfach so hingenommen.
30.06.2010 10:32 Uhr
von abartig:
Was hier schon so steht finde ich ziemlich krass und unreflektiert.
Heinz: Dort leben ? Da sind ihre Wurzeln, ihre Heimat ?
Mag sein, auch wenn das für viele der Kinder wohl nicht mehr zutrifft. Aber würdest du in (d)ein Land abgeschoben werden wollen, wenn die Situation dort noch beschissener ist als sie es hier für Flüchtlinge und Immigranten ist, die in diesem Land nebenbei oft wie den letzten Dreck behandelt werden.
Dein Recht hier zu wohnen und am Reichtum teilzuhaben begründet sich darauf hier deine "Wurzeln" zu haben. Na toll, dann ist das wohl wie die Lotterie: Man muss Glück haben und in einem reichen Land geboren werden das nicht vom Krieg zerstört ist.
Du machst also einen Unterschied zwischen Menschen aufgrund ihrer Nationalität. Aber betrachte doch einfach mal alle NUR als Menschen. Dann ist das was du schreibst absolut abwertend.
Es ist WM der Nationalismus flammt wieder auf!
Ich könnte kotzen!
30.06.2010 10:20 Uhr
von Realist:
Ach, hohe Arbeitslosigkeit ist gegeben, schlechte Gesundheitsversorgung. Das mit der Arbeitslosigkeit kenne ich auch von hier!
Da sind wir wieder beim Kernproblem, Grüne und andere Gutmenschen wollen das Sozialamt der Welt sein, aber wer soll das bezahlen? "Wir" natürlich, hernach haben "Wir" dann über unsere Verhältnisse gelebt und müssen sparen. Alternativlos, versteht sich!
30.06.2010 09:33 Uhr
von ari:
andere frage:
was haben die hier zu suchen? der krieg ist vorbei, also können die auch wieder zurück nach hause. wir sind nicht das sozialamt der welt, man hat aber oft das gefühl.
30.06.2010 08:25 Uhr
von Fairbleiben:
Ich sehe hier absolut kein Problem:
Lieber dort von der Sozialhilfe leben als hier.
30.06.2010 06:55 Uhr
von vantast:
Die Ungleichbehandlung von Juden und Zigeunern ist üblich und empörend. Gegenüber den einen ist man aus taktischen, politischen Gründen bis zur Selbstverleugnung entgegenkommend, den anderen gegenüber ehrlich und abweisend. Hinter den Roma steht eben keine Macht, wir können uns ihnen gegenüber als Herren im eigenen Haus aufspielen und ihnen zeigen, daß sie als Fremde unerwünscht sind. Wir mögen nicht jeden, höchstens ihre Musik.
Leider geht es nicht nur uns so, auch in anderen demokratisch wenig entwickelten Ländern, wie Ungarn, lehnt man sie ab. Jeder glaubt, besser zu sein, als der andere. Die Ausländerfeindlichkeit der CDU/CSU ist sprichwörtlich, "wir sind kein Einwanderungsland!","Wo kann man gegen Ausländer unterschreiben?"
29.06.2010 21:07 Uhr
von Heinz-Rüdiger Adleg:
Was sollen die im Kosovo ???
Na dort leben. Es ist schließlich ihre Heimat.
Dort gehören sie hin. Und das ist nicht abwertend gemeint. Dort liegen ihre Wurzeln, dort ist ihre Herkunft, dort werden sie wieder leben.
29.06.2010 20:18 Uhr
von sauer:
am besten wir nehmen gleich die ganze Welt auf.