Den vierten Tag in Folge sterben Menschen bei Protesten gegen die Koranverbrennungen. Viele Afghanen fürchten eine Eskalation der Gewalt.von Agnes Tandler
Das Problem im islamischen Kulturkreis ist, dass es kaum jemanden gibt, der gegen AKTIV gegen die Gewalt vorgeht. Man beteuert ggf., dass diese Gewalt dem Ansehen schade, der Einheit der Muslime schade etc.. Aber NIEMAND stellt sich hin und sagt den Gewalttätern, dass diese Gewalt grundsätzlich falsch sei und dass sie dafür in die Hölle kommen werden. Und diese Versatzstücke in dem TAZ-Artikel fördern höchstens noch ein Verständnis bzgl. dieser Steinzeit-Barbaren. Aber wir sind ja auch schon ganz kräftig auf dem richtigen Weg: Wenn bei uns Koransuren zitiert werden, die zum Töten von "Nichtgläubigen", besonders von Juden, auffordern, dann gibt es zwei möglichkeiten: Erstens ist das Zitat auch als Aufforderung zum Töten gemeint, dann ist es von unserer Religionsfreiheit gedeckt. Zweitens wird mahnend zitiert. Dann ist es Rassismus und Volksverhetzung und muss gerichtlich bestraft werden.
26.02.2012 08:09 Uhr
von drubi:
Dass die US-Streitkräfte eine solche Provokation zulassen, wundert mich. Denn es gibt Belege dafür, dass die USA aus ihren Fehlern in Afghanistan schon einiges gelernt hat. Einen dieser Belege kann man bei AlJazeera in der Rubrik "Central Asia" finden. Im Artikel "The Winter War" beschreibt der Filmemacher John D McHugh, wie die US-Streitkräfte ihre militärische Taktik und vor allem ihren Umgang mit der örtlichen Bevölkerung geändert haben. Zuvor waren Einheiten der USA und der afghanischen Armee in eine schwierig Lage gegenüber Talibankämpfern aus Pakistan geraten.
Die Ausschreitungen sind ein weiterer Beleg dafür, dass Afghanistan nach einem Abzug eher in einen erbarmunglosen Bürgerkrieg zurückfallen wird als dass es sich zu einem funktionierenden Staat entwickeln wird. Das wird aber unsere Friedens- und Anti-Imperialismus-Engagierten wenig kümmern, schliesslich haben wir nach einem Abzug dann nichts mehr damit zu tun. Soll'n se sich doch eben gegenseitig umbringen, wenn 'se Lust dazu haben.
25.02.2012 14:11 Uhr
von Dirk:
"Der Koran sagt, wir sollen in Frieden leben. Wenn die Menschen hier danach leben würden, hätten wir alle diese Probleme nicht."
Da hätte mich aber die Koransure interessiert. Nach Koran und Sunna kann und soll es keinen dauerhaften Frieden geben, solange die Welt nicht unter islamischer Herrschaft steht.
24.02.2012 22:02 Uhr
von Eva 1811:
Nun heisst es Karsai und den Sicherheitsbehörden Afghanistans aufzurütteln, damit diese einschreiten hier nicht alles umsonst war und die Lage eskaliert. Packt sie doch evtl. in dieser Kultur am "Landesstolz oder Mann- samt Stammesehre!"
Es würde dem westen zeigen, das die Regierung funktioniert und Karsai die Lage im Griff hat samt der vom Westen ausgebildeten Sicherheitleute und Polizei, auch wenn hier noch sehr sehr viel zu tun ist und hier sollte den Afghanen auch jegliche Hilfestellung angeboten werden - evtl. mit Erhöhung der Gehälter der Polizei, damit hier nicht das Baklschisch Oberhand gewinnt und andere Kräfte hier die Oberhand gewinnen. Der Truppenabzug hat begonnen aber noch ist die ISAF da vielleicht könnte hier der Oberbefehlshaber ein gewichtiges Wort mit Karsai oder den Stammesfürsten sprechen. Die Sicherheit der Bevölkerung sollte gewährleistet werden und dient auch der Sicherheit der Truppen!!
Leserkommentare
26.02.2012 16:37 Uhr
von Stefan:
Das Problem im islamischen Kulturkreis ist, dass es kaum jemanden gibt, der gegen AKTIV gegen die Gewalt vorgeht. Man beteuert ggf., dass diese Gewalt dem Ansehen schade, der Einheit der Muslime schade etc.. Aber NIEMAND stellt sich hin und sagt den Gewalttätern, dass diese Gewalt grundsätzlich falsch sei und dass sie dafür in die Hölle kommen werden.
Und diese Versatzstücke in dem TAZ-Artikel fördern höchstens noch ein Verständnis bzgl. dieser Steinzeit-Barbaren.
Aber wir sind ja auch schon ganz kräftig auf dem richtigen Weg: Wenn bei uns Koransuren zitiert werden, die zum Töten von "Nichtgläubigen", besonders von Juden, auffordern, dann gibt es zwei möglichkeiten: Erstens ist das Zitat auch als Aufforderung zum Töten gemeint, dann ist es von unserer Religionsfreiheit gedeckt. Zweitens wird mahnend zitiert. Dann ist es Rassismus und Volksverhetzung und muss gerichtlich bestraft werden.
26.02.2012 08:09 Uhr
von drubi:
Dass die US-Streitkräfte eine solche Provokation zulassen, wundert mich. Denn es gibt Belege dafür, dass die USA aus ihren Fehlern in Afghanistan schon einiges gelernt hat. Einen dieser Belege kann man bei AlJazeera in der Rubrik "Central Asia" finden. Im Artikel "The Winter War" beschreibt der Filmemacher John D McHugh, wie die US-Streitkräfte ihre militärische Taktik und vor allem ihren Umgang mit der örtlichen Bevölkerung geändert haben. Zuvor waren Einheiten der USA und der afghanischen Armee in eine schwierig Lage gegenüber Talibankämpfern aus Pakistan geraten.
Die Ausschreitungen sind ein weiterer Beleg dafür, dass Afghanistan nach einem Abzug eher in einen erbarmunglosen Bürgerkrieg zurückfallen wird als dass es sich zu einem funktionierenden Staat entwickeln wird. Das wird aber unsere Friedens- und Anti-Imperialismus-Engagierten wenig kümmern, schliesslich haben wir nach einem Abzug dann nichts mehr damit zu tun. Soll'n se sich doch eben gegenseitig umbringen, wenn 'se Lust dazu haben.
25.02.2012 14:11 Uhr
von Dirk:
"Der Koran sagt, wir sollen in Frieden leben. Wenn die Menschen hier danach leben würden, hätten wir alle diese Probleme nicht."
Da hätte mich aber die Koransure interessiert. Nach Koran und Sunna kann und soll es keinen dauerhaften Frieden geben, solange die Welt nicht unter islamischer Herrschaft steht.
24.02.2012 22:02 Uhr
von Eva 1811:
Nun heisst es Karsai und den Sicherheitsbehörden Afghanistans aufzurütteln, damit diese einschreiten hier nicht alles umsonst war und die Lage eskaliert. Packt sie doch evtl. in dieser Kultur am "Landesstolz oder Mann- samt Stammesehre!"
Es würde dem westen zeigen, das die Regierung funktioniert und Karsai die Lage im Griff hat samt der vom Westen ausgebildeten Sicherheitleute und Polizei, auch wenn hier noch sehr sehr viel zu tun ist und hier sollte den Afghanen auch jegliche Hilfestellung angeboten werden - evtl. mit Erhöhung der Gehälter der Polizei, damit hier nicht das Baklschisch Oberhand gewinnt und andere Kräfte hier die Oberhand gewinnen. Der Truppenabzug hat begonnen aber noch ist die ISAF da vielleicht könnte hier der Oberbefehlshaber ein gewichtiges Wort mit Karsai oder den Stammesfürsten sprechen. Die Sicherheit der Bevölkerung sollte gewährleistet werden und dient auch der Sicherheit der Truppen!!