• 28.11.2008

Plebiszit über Cannabis-Konsum

Schweizer stimmen übers Kiffen ab

Am Sonntag stimmt die Schweiz über die Straffreiheit des Cannabis-Konsums ab. Sie könnte das erste Land der Welt werden, das die vor 60 Jahren eingeführte Hanf-Prohibition abschafft.von Mathias Bröckers

  • 24.02.2010 10:09 Uhr

    von Nicht Bernd:

    Och, wäre das schön...und wann kommts hier???

  • 26.05.2009 22:28 Uhr

    von Tim:

    Diesn Artikel sollte man an den bundestag schicken!!! Der autor geht auf jedes detail ein und kommt zu einem ÜBERZEUGENDEN Fazit!

  • 27.02.2009 15:00 Uhr

    von Hans:

    LEGALISIERT DAS HANF!
    ALKOHOL IST WOHL SCHÄDLICHER!!
    WARUM KANN MAN ALKOHOL AN JEDER ECKE KAUFEN UND HANF NUR BEIM DEALER?

    LEUTE DIE FÜR EINE ILLEGALITÄT DES HANFES SIND, SIND EINFACH DUMM!

  • 01.12.2008 08:48 Uhr

    von Parademokrat:

    Es ist mal wieder soweit. Jetzt stimmt ein ganzes Volk über den Canabiskonsum ab.
    Meine Kinder (16+18) erzählen mir, dass heute bereits Grundschüler Zigaretten und auch Joints rauchen. Ursache dafür dürfte zum Teil das Verbot sein, denn alles was verboten ist, ist für diese Altersgruppe erst recht spannend. Hier sollten mehr Mittel in eine frühzeitige Aufklärung über den Gebrauch sogenannter weicher Drogen (Alkohol, Canabis) gesteckt werden. Wer kümmert sich eigentlich um all die Menschen in wichtigen Positionen, die ihre Leistungsfähigkeit mit Amphetaminen oder Kokain erzielen? Das sind eigentlich die armen "Willis", die kaum als Süchtige in irgendwelchen Statistiken auftauchen.
    Mal abgesehen von vielen Kindern, die heute schon mit Ritalin in die Drogenkarriere geschubst werden. Man kann Drogen verbieten. Verhindern dass sie konsumiert werden, kann man allerdings nicht. Das war schon immer so, und wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Ich hoffe die Schweizer setzen ihren liberalen Kurs fort, und zeigen dem Rest Europas, dass Aufklärung sinnvoller ist, als Strafverfolgung.

  • 30.11.2008 16:53 Uhr

    von AustinTrain:

    Und wieder ein Grund mehr in die Schweiz auszuwandern wenns denn so kommt.

  • 29.11.2008 12:53 Uhr

    von Bürger W.:

    Smells like teen spirit...
    no it's m-a-r-i-j-u-h-a-n-a!

    Liebe Taz-Redaktion, Liebe (Mit-)Leser,


    es ist erfrischend ihren wirklich guten Artikel, und die z.T. herrlichen Kommentare zu lesen. Ich kann nur darin zustimmen, dass es allerhöchste Zet ist, die "Drogenpolitik" unseres Landes an die gesellschaftlichen Realitäten, und die gesamtgesellschaftliche Perspektive auf eine augeklärtes und wesentlichliberaleres (so Richtung Holland, Schweiz oder weiter...;)) zu heben.

    Wo mehr Mythen as Wahrheiten von offizieller Seite über Cannabis verbreitet werden, die Nutzpflanze Hanf unglaublich viel Potentialbietet und naja die halbe Nation doch immer mal schön stoned ist;).

    Also schluss mit der Prohibitionspropaganda und Kriminalisierung von verantwortungsvollen Nutzern oder noch weniger von harten Drogen Schwerstabhängigen (die einfach suchtkrank sind!).

    In diesem Sinn für 1 grüne Revolution:).

    Bürger W.

  • 29.11.2008 11:25 Uhr

    von David Großfuss:

    Cannabis sollte den skrupellosen Geschäftemachern durch Legalisierung unbedingt aus den Händen gerissen werden. Nicht allein deshalb weil die meisten Cannabisdealer auch andere wirklich harte Drogen im Angebot haben. Ist dann mal kein Cannabis zu haben greift manch einer/e zu schlimmerem. Ausserdem liest man immer wieder das mit Blick auf Gewinnmaximierung gezüchtetes Grass mit Metallpulver/Blei (höchst toxisch), Glaspulver etc. beim Wachstum bestäubt wird, denn mehr Gewicht gleich mehr TEUROS.Viel Spass beim Rauchen! Allein schon vor diesem Hintergrund wäre es zwingend notwendig Cannabis legal und durch entsprechende Labors kontrolliert abzugeben. Aber wie so oft klammert sich der "deutsche Michel" nur all zu gerne an längst überkommene Adolf'schen Gesetze.
    Ausserdem sind Psychische Erkrankungen immer ein multifaktorelles Geschehen, sofern psychoaktive Substanzen hier mit eine Rolle spielen meist nur wenn dieselben exzessiv genommen werden, dies gilt aber auch für Alkohol.

  • 28.11.2008 18:48 Uhr

    von Michael:

    auf den schock zieh ich mir erstmal einen fetten dübel rein. ich hoffe das die schweizerische mentalität auch mal auf good old germany überschlägt!
    viel spaß beim konsum, ihr nullen!

  • 28.11.2008 17:31 Uhr

    von Tom:

    @ Beau Nash:

    Der Hinweis auf die Schizophrenie ist mißverständlich; Cannabis ist keineswegs die "Ursache" von Schizophrenie, es kann nur dazu beitragen, dass die latent vorhandene Krankheit zum Ausbruch kommt:
    "In bestimmten Fällen brauchen jugendliche Schizophrene unmittelbar vor der Entwicklung einer manifesten Psychose Cannabis in auffällig hohen Dosen. Wer aus diesem Befund schließt, Cannabis verursache Psychosen, hat die einfache zeitliche Abfolge zu einem monokausalen Ursache-Wirkungs-Verhältnis erhoben. Dabei ist es viel wahrscheinlicher, daß der Gebrauch von Cannabis in solchen Fällen ein Versuch ist, in einem Stadium der Erkrankung, das durch bodenlose, namenlose Angst gekennzeichnet ist, eine drohende Psychose unter Kontrolle zu halten."
    http://www.cannabislegal.de/studien/schizo.htm

    Repression hilft gerade in solchen Fällen einer psychotischen Veranlagung - die auf 2 - 5 % aller User zutreffen - überhaupt nicht; und den 95-98 % aller "normalen" Kiffer genausowenig.



  • 28.11.2008 16:06 Uhr

    von Andre:

    Ich finde das Verbot in der BRD auch lächerlich. Auf jedem Schulhof kann man Dope kaufen und 70% aller Jugendlichen haben es auch schon getestet. Durch den illegalen Verkauf werden die kriminellen Strukturen nur verstärkt. Da hört man zur Sicherheit der Bevölkerung lieber alle Telefone ab, als den Verbrechern den Geldhahn zuzudrehen. Ich finde es auch unglaublich, dass sich mehrere Polizisten darum kümmern müssen, wenn ein Kiffer ein paar Gramm dabei hat, ein Staatsanwalt eingeschaltet wird, viell. noch ein Gerichtsverfahren anhähngig gemacht wird, nur weil einer mal abends einen rauchen möchte, anstatt sich legal volllaufen zu lassen. Also Schweizer seit bitte mal wieder Vorreiter und entscheidet euch richtig.

  • 28.11.2008 15:33 Uhr

    von Nathanael:

    Ich weiß zwar nicht wie es in der Schweiz aussieht, aber Ich glaube nicht, dass eine solche Abstimmung in Deutschland auch nur annähernd eine Chance hätte. Sicher gibt es bei uns Menschen, die vernünftig mit dem Thema umgehen können, und damit meine Ich nicht nur Menschen die dafür sind - Ich kenne auch Menschen die gegen eine Hanf Legalisierung sind, aber diese Menschen haben vernünftige Argumente. Allerdings glaube Ich dass die Befürworter einer Legalisierung viel zu selten sind als dass die Abstimmung einen Sinn hätte.

  • 28.11.2008 10:53 Uhr

    von Rainer:

    Das ischt huerelassig: Hopp Schwyz !

  • 28.11.2008 10:21 Uhr

    von Florian Rhyn:

    Mir händs erfunde! ... Bzw. Mir werdets erfunde ha! =)

    Ich bin schon wahnsinnig nervös.^^ Mit meiner Freundin werde ich wohl den Sonntag am TV verbringen und hoffen! *g* Immerhin weiss ich, dass schonmal unsere Familien dafür sind.
    Seid euch auch im klaren: Eine knappe Ablehnung wäre auch positiv. Das Thema käme noch mehr ins Gespräch, bis alle ihre Vorurteile verlieren und dahinter stehen können. Mindestens beim nächsten Mal wirds dann klappen. :-)

    Gruss

  • 28.11.2008 09:25 Uhr

    von miles:

    ... ein ausgezeichneten Artikel, der wesentliche Faktoren einer mittlerweile völlig heruntergekommenen Debatte beleuchtet. Der öffentliche Diskurs war hierzulande vor langen Jahren weiter, bevor sich die Gewinner des WoD mit ihren Kampagnen auch bei den 'fortschrittlicheren' Medien mit ihren 'neuen' Ansichten und Einsichten zunehmend durchsetzten. Dem ist - auch von der Taz - nie mit der wünschbaren Konsequenz und Stetigkeit begegnet worden.

    Gleichzeitig wurde das Feld von den 'fortschrittlicheren' Parteien evakuiert: bestanden - wie ich mich meine zu erinnern - zur Zeit der Rot-Grünen übereinstimmende Parteitagsbeschlüssen zu einer neuen Drogenpolitik (zur Umsetzung des 'Recht auf Rausch'- Urteils des BVG), so wurden die von der Fischer-Schröderei ebenso verraten, wie eigentlich überhaupt alle Positionen, die beide Parteien wählbar machten.

    Einen Drogenbeauftragten Lindner durch eine so schräge Grüne wie eine Christa Nickels zu substituieren, zeigte ja auch gleich, wohin die Reise ging.

    Solange mit dem WoD in Forschung, 'Therapie' und Repression Mittel locker gemacht werden können - und dafür ist international gesorgt - gibt es kaum Aussicht auf eine erneute Wende zu rationaleren Ansätzen. Selbst die NL rudern zurück - auf dt. Druck, wie zu vernehmen ist.


    m.

  • 28.11.2008 08:35 Uhr

    von Woodsen:

    Ein hervorragender Artikel. Die aufgeführten Argumente sind zwar (fast) alle lang bekannt, aber ihre tatsächliche Relevanz und Belastbarkeit werden nun einmal unter Beweis gestellt. Auch wenn es auf das Schweizer Plebiszit oder das "Ansehen von Cannabis(-Konsum) in der Allgemeinheit" vielleicht keine allzu großen Einwirkungen hat, so stärkt es doch immerhin die (oben erwähnte) Belastbarkeit der Argumente. Es tut diesen einfach gut, wenn sie nicht nur in irgendwelchen "Kifferzeitschriften/-Internetseiten" stehen, die voreingenommene Menschen lesen und sich dazu denken "Na, die werden sich irgendwas aus den Fingern saugen, um legal ihrer Lust nachgehen zu können.".
    Wie auch immer: Daumen hoch und: Viel Glück, Schweiz! Lasst euch nicht von irgendwelchen nationalistischen Idioten falsche Tatsachen eintrichtern.

  • 28.11.2008 01:23 Uhr

    von vic:

    ...wenn es die Rechtsnationalen nicht gäbe...
    Denen reicht ihre Ideologie als Droge:
    Hass, Ausgrenzung, Nationalismus.

  • 28.11.2008 01:06 Uhr

    von kubaorange:

    Unglaublich was für mittelalterliche Strukturen die salonfähige Drogenpolitik weiterhin beherrschen. Danke Schweiz für diese Abstimmung. Was auch immer dort herauskommt, es ist ein Fortschritt! Vor allem dahingehend, dass das Thema mal wieder aus der Tabuecke rausgeholt wird.

  • 27.11.2008 23:54 Uhr

    von Mirko:

    Ohh ich hoffe die setzten das durch^^

    Ich finde Alkohol auch wesentlich gefährlicher als Cannabis! Ich versteh nur net warum so eine Abneigung gegen diese Droge besteht und woher sie kommt. Ich mein jeder begegnet nachts auf den Straßen doch lieber 5 Kiffern als 5 Besoffenen...

  • 27.11.2008 22:58 Uhr

    von Tobias H.:

    Wäre ja auch zu schön, hoffe mal das beste. In der Schweiz ist das schon vorstellbar, für ein EU-Land unvorstellbar im Moment. Obwohl die Niederlande sehr gute Erfahrungen mit ihrer Toleranzpolitik gemacht haben, wächst der Druck seitens der EU immer mehr.. schade schade.. ich hoffe mal die Schweizer machen mehrheitlich 2 "Ja's" am Sonntag! Daumendrücken! ;)

  • 27.11.2008 22:57 Uhr

    von Demokrat:

    Man mag zur Thematik stehen, wie man will. Aber die Schweizer sind ehrlich.
    Die haben eine funktionierende (direkte) Demokratie, was wir auch an diesem Plebiszit sehen können. Unsere Politiker sehen in Plebisziten eine Bedrohung der "Demokratie", die keine echte ist. In echt bedrohen sie nur deren Macht, die sie schamlos zum Eigennutz verwenden.
    Bei uns entscheiden immer nur irgendwelche Berufs-Lobbyisten, externe Mitarbeiter und Hof-"Experten" von Großkonzernen. Wann wachen wir mal auf?

  • 27.11.2008 21:54 Uhr

    von Gero:

    Ich bin schockiert wieviel Hass und rechtes Gedankengut in den Foren der taz manchmal zu lesen ist. Es ist nicht dass erste Mal, dass ich rechte Thesen in einem taz Artikelforum lese, aber so geballt wie hier gegen Menschen anderer Herkunft oder Religion geredet wird, ist mir das bei der taz noch nicht begegnet. Traurig.

  • 27.11.2008 21:21 Uhr

    von treba:

    Vielen dank für den artikel. Alle wichtigen fakten und argumente zusammengetragen. Wunderbar zum drauf verweisen.

  • 27.11.2008 20:50 Uhr

    von Martin:

    30.11.:Wahl-Party zur Schweizer Volksabstimmung im Hanf Museum Berlin

    Am 30. November 2008 wird in der Schweiz über die Zukunft des Gebrauchs der Hanfpflanze abgestimmt. Aber auch die allgemeine Drogenpolitik steht zur Bewährung.
    Das Hanf Museum Berlin wird in dieser Zeit zum Wahl-Büro. Es wird Live berichtet, wie
    die Volksabstimmung ausgeht. Los geht es um 16 Uhr - Hör rein - es wird spannend!

    An diesem Nachmittag unterhält uns Koshka mit Minimal und Neotrance. Mit in der Runde: Hans Cousto, welcher Schweizer Staatsbürger ist, und uns das Wahlsystem und die Schweizer Drogenpolitik erklären kann und wird. Kommentiert und Moderiert wird das ganze von Rolf Ebbinghaus (Hanf Museum).

    Natürlich kann man uns im Hanf Museum Berlin besuchen: Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte. In Zusammenarbeit mit: UZIC, dem Electronic Music Webradio, welches zwischen 18 und 20 Uhr die Sendung in die Schweiz verbreiten wird.

  • 27.11.2008 19:44 Uhr

    von V.A.:

    So is des, Alder.

  • 27.11.2008 19:41 Uhr

    von Beau Nash:

    Finde den Artikel über weite Strecken gut geschrieben und besonders in Hinsicht auf die Geschichte der Prohibition sehr schlüssig. Eine zu starke Verharmlosung findet im Hinweis auf die Verbindung von Cannabis und induzierter Schizophrenie statt. Hier sind Zusammenhänge eindeutig belegt, beispielsweise haben jugendliche Cannabiskonsumenten ein 6fach erhöhtes Risiko in den folgenden 15 Jahren schizophren zu werden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2892048?dopt=Abstract) und Cannabiskonsum wird in einigen Studien mit bis zu 20% als Ursache für Schizophrenie angegeben.

  • 27.11.2008 19:34 Uhr

    von j.f.:

    dass ich das noch erleben darf! die schweizer und die holländer sind schon fortschrittliche länder, bin mal gespannt wann deutschland nachzieht!
    deswegen, wählt grün oder links!

  • 27.11.2008 19:27 Uhr

    von Banjo Hansen:

    Diese nuetzliche Pflanze zu illegalisieren, ist an sich ein Trauerspiel. Sie ist sehr schoen und in Massen (hier sollte ein sz stehen, was die Tastatur meines Rechners nicht hat) genossen eine grosse Freude. Mehr muss man dazu nicht sagen.

  • 27.11.2008 19:05 Uhr

    von Jonas:

    Es wird endlich Zeit, die alte Barriere aufzubrechen. Nur durch die Prohibition von Cannabis erhalten Jugendliche den Kontakt zu Dealern und nur dadurch unterstützen sie illegale Geschäfte. Desweiteren wissen sie nie, was sich in ihrem Stoff verbirgt, sicher kann es nur durch den Staat werden und das klappt auch.

  • 27.11.2008 18:50 Uhr

    von hänflein elend:

    Vielen Dank! Kann man einfach nur zustimmen!

  • 27.11.2008 17:58 Uhr

    von holzstift:

    die schweizer sind ein vorbildliches volk!

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