App-Entwickler rufen zu Boykott auf: Kampf dem Flash Player
Die Occupy-Bewegung bekommt einen neuen Flügel. Eine Gruppe App-Entwickler ruft unter dem Slogan "Occupy Flash" dazu auf, das Netz vom Flash Player zu befreien.
BERLIN taz | "Sie müssen die neue Version des Flash Player installieren, um ..." Wer kennt sie nicht diese Meldung?! Ja, man hat ständig Ärger mit der Softwarekomponente, die dafür sorgt, dass wir diverse Spiele spielen oder Filme sehen können. Eine Gruppe von App-Entwicklern hat daraus jetzt knallharte Konsequenzen gezogen.
"Flash Player ist tot." So beginnt das Manifest der Gruppe. Sie haben dem Add-on den Krieg erklärt. "Seine Zeit ist abgelaufen. Er stürzt dauernd ab. Er braucht ständige Sicherheitsupdates." Die Nörgelliste der Entwickler ist recht lang.
Aber schlimmer noch als all die Nachteile des Flash Players ist das, was aus ihrer Sicht daraus folgt: Der Fortschritt des gesamten Internets wird vom Flash Player aufgehalten. Dieser alte Schrott muss weg, fordern sie.
Die Konsequenz: Boykott. Auf der Seite Occupy Flash rufen sie dazu auf, den Flash Player zu deinstallieren, auch wenn das ein großes Opfer sei und schmerzlich sein werde. Aber, versichern sie ganz im Stile einer revolutionären Bewegung, der Schmerz wird umso schneller verschwinden, desto mehr Menschen sich beteiligen.
"Deine Stimme hat Gewicht", beschwören sie. Nachdem man seinen eigenen Rechner vom bösen Flash Player befreit hat, soll man älteren Menschen, Verwandten und Offlinern dabei helfen, dasselbe zu tun.
Und das alles natürlich zu einem heheren Ziel, bei dem einem beim Lesen sofort "Heal The World" von Michael Jackson durch den Kopf summt: "Make the web a better place." BÖ
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