piwik no script img

BildungsstreikAuf der Straße für das Leben lernen

Ab Montag wollen Studierende und Schüler eine Woche lang für bessere Bildung demonstrieren.

Ab dem heutigen Montag wird in Berlin erneut für bessere Bedingungen in der Bildung gestreikt. Das Bildungsstreik-Bündnis hat für diese Woche bundesweit zu Protestaktionen aufgerufen. In Berlin sind zahlreiche Aktionen geplant, die auf die Situation vor allem der Studierenden aufmerksam machen sollen.

Als Grund der erneuten Streikwelle nennt das Bündnis, dass die Politik nach den letzten Protesten im Winter die Schüler, Azubis und Studierenden mit Gesprächen abgespeist hätte, anstatt auf ihre Forderungen einzugehen. Mit der Streikwoche erhoffen sich die Organisatoren, Einfluss auf den Bildungsgipfel des Bundes und der Länder am Donnerstag zu nehmen.

Auf mehreren Demonstrationen Ende 2009 waren bundesweit zehntausende Schüler und Studenten auf die Straße gegangen, allein im November demonstrierten in Berlin 15.000 Menschen. Neben der Unterfinanzierung der Hochschulen prangerten die Streikenden die ihrer Meinung nach schlechte Umsetzung der Bologna-Reform, schwierige Studienbedingungen und die Schulzeitverkürzung an Gymnasien in fast allen Bundesländern an. Eine Konferenz mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) im vergangenen Monat hatte keine verbindlichen Zusagen erbracht.

Der Bildungsstreik beginnt heute um 16 Uhr mit einem Fahrradstau. Dabei sollen Kreuzungen am Alexanderplatz blockiert werden. An den drei Hochschulen FU, HU und TU finden heute und am Dienstag Vollversammlungen statt. Am Mittwoch folgt eine Demo vor dem Roten Rathaus.

Parallel zum Bildungsgipfel am Donnerstag findet dann eine Fahrradkolonne zur hessischen Botschaft statt. "Wir sind ganz klar gegen die Kürzungen im Bildungsbereich, die Ministerpräsident Roland Koch durchgesetzt hat", sagte Erik Marquardt vom Bildungsstreik-Bündnis in Berlin. Abgeschlossen wird die Streikwoche durch die "Wir zahlen nicht für eure Krise"-Demo am Samstag. Kristin Ruckschnat

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 290 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

1 Kommentar

 / 
  • T
    türkischunddochganzokay

    der titel verspricht einen gehaltvolleren beitrag ... schade.