Ausgabe vom 2./3. Januar 2016

Am Tiefpunkt

Der 2. Januar sei der schlimmste Tag des Jahres, sagen manche. Welch Glück, dass er dieses Jahr auf einen Samstag fällt: eine Wochenendausgabe zum Ende des Feierns, zum Ende des Kapitalismus, zum Ende vergangener Wirklichkeiten

Bild: dpa

EINSICHTIG Menschen, die Angst vor Alter und Tod haben, sollen Schopenhauer lesen, meint der Otto A. Böhme. Schopenhauers Einsichten würden zwar nicht glücklich machen, aber immerhin gelassener.

FROHTRAURIG Hermes Phettberg ist ein Wiener Gesamtkunstwerk. Vor seinen Schlaganfällen war er ein Superstar – und ist es noch immer.

GELACKMEIERT Der 2. Januar sei der niederträchtigste, boshafteste Tag des Jahres, meint Alem Grabovac und rechnet ab – mit seinem eigenen Geburtstag.

HARTGESOTTEN Drogen machen kaputt. Christian Spindler weiß es, er pendelte zwischen dem High und dem Ganzunten. Heute ist er auf Methadon und mit Hund.

UNVERBESSERLICH Der Kapitalismus ist an seine Grenzen geraten, sagen immer mehr Ökonomen. Aber wenn er stirbt, würde uns das glücklich machen?

BETRUNKEN Blackpool heißt übersetzt „Schwarzer Tümpel“. Der Fotograf Dougie Wallace hat sich der Exzesse der Jugendlichen in dieser englischen Seestadt, in der die Lebenserwartung am niedrigsten, Alkoholsucht groß und Arbeitslosigkeit eine der höchsten in England ist, angenommen.