75 Jahre nach Angriff auf Oahu

Shinzo Abe kommt nach Pearl Harbor

Barack Obama besuchte als erster amerikanischer Präsident Hiroshima. Ein Gegenbesuch wurde seitdem erwartet. Jetzt ist es bald soweit.

Ein schwarz-weiß Bild zeigt brennende Schiffe

Japans Angriff auf Pearl Harbor im Jahr 1941 Foto: dpa

TOKIO dpa | Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe will 75 Jahre nach dem Angriff seines Landes auf die US-Pazifikflotte in Pearl Harbor den historischen Ort aufsuchen. Er werde Pearl Harbor Ende Dezember zusammen mit US-Präsident Barack Obama besuchen, sagte Abe laut japanischen Medien am Montag. Er wolle der Opfer gedenken.

Am 7. Dezember 1941 hatten japanische Kampfbomber die Hawaii-Insel Oahu ohne Kriegserklärung angegriffen und der US-Kriegsmarine einen schweren Schlag versetzt. Das brachte den Kriegseintritt der USA und war der Anfang vom Ende des japanischen Imperialismus.

Dass Abe nach Pearl Harbor reisen würde, war von vielen Beobachtern seit längerem erwartet worden, nachdem Obama Ende Mai als erster amtierender US-Präsident Hiroshima besucht hatte. Die japanische Stadt war 1945 durch eine Atombombe der Amerikaner weitgehend zerstört worden. Obama war von Abe begleitet worden.

Die beiden wollten damit nach Ansicht von Beobachtern zeigen, dass die japanisch-amerikanische Wiederaussöhnung in der Nachkriegszeit erfolgreich war. Beide Staaten sind heute enge Sicherheitspartner.

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