Taliban in Kabul

Angriff auf Sicherheitsbehörde

Ein Selbstmordkommando der Taliban hat die Behörde zum Schutz von öffentlichen Einrichtungen angegriffen. Ziel waren CIA-Mitarbeiter. Über Opfer ist nichts bekannt.

Soldaten in Kabul. Bild: ap

KABUL dpa | Ein Taliban-Selbstmordkommando hat am Freitag in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Sicherheitsbehörde angegriffen. Ziel sei die Behörde zum Schutz von öffentlichen Einrichtungen (APPF) gewesen, hieß es aus Polizeikreisen. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, der Angriff mehrerer „Mudschaheddin“ habe einer Behörde des Innenministeriums sowie einer Unterkunft von Mitarbeitern des US-Geheimdienstes CIA gegolten. Zunächst sei eine Autobombe gezündet worden. Danach hätten sich Taliban-Kämpfer in einem Gebäude verschanzt und das Feuer eröffnet.

Der Chefermittler der Kabuler Polizei, Mohammad Zahir, sagte: „Die Angreifer haben ein nahe gelegenes Gebäude besetzt und schießen auf die Sicherheitsbehörde.“ Die Polizei bekämpfe die Aufständischen. „Ich bin sicher, dass wir die Gegend bald unter Kontrolle haben werden.“

Die APPF stellt unter anderem Wachschutz für Infrastruktur oder staatliche Bauprojekte. Sie ist dem Innenministerium untergeordnet. Die Behörde liegt in unmittelbarer Nähe zum Ministerium. APPF-Wachleute sind bewaffnet, haben aber keine Polizeibefugnisse.

In den vergangenen Jahren haben Taliban-Selbstmordkommandos häufiger spektakuläre Angriffe auf Ziele in der afghanischen Hauptstadt verübt. Am Donnerstag vergangener Woche waren beim bislang schwersten Selbstmordanschlag in Kabul seit Jahresbeginn mindestens 16 Menschen getötet worden. Unter den Toten waren sechs Angehörige der Internationalen Schutztruppe Isaf.

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