Kommentar von Amadeus Ulrich
Die Lidl-Filiale in Langenhorn sollte nicht gebaut werden. Zu vieles spricht dagegen und zu viele verkehrspolitische Fragen sind nicht geklärt. Die ohnehin gefährliche Langenhorner Chaussee wäre noch unsicherer, das Wohngebiet im Käkenflur würde täglich überlaufen von Lidl-Kunden, die sich mit ihren Autos durch die engen Straßen zwängen. Und wer sagt, dass Lidl sich an all die Versprechen hält? Wer kontrolliert, ob der Konzern wirklich nur mit kleinen LKWs liefert? Und warum genehmigt man dem Konzern überhaupt, was eigentlich verboten ist?
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Es stimmt nicht, dass dieser Lidl genehmigt werden muss. Man hätte dem Konzern nicht erlauben müssen, den Gehweg mit LKWs überfahren zu dürfen und über die Baugrenze zu bauen. So wären auch die möglichen Schadensersatzklagen vom Tisch, denn gegen ein faktisches Verbot der Polizei hätte Lidl vor Gericht nicht argumentieren können.
Doch stattdessen lassen sich die Bezirkspolitiker von einem Wirtschaftsunternehmen vorführen wie dressierte Affen. Der Bezirksamtsleiter Harald Rösler hat nun mit seiner Unterschrift Lidl und somit ein verkehrspolitisches Unding genehmigungsfähig gemacht. Bleibt zu hoffen, dass Rösler in den nächsten Wochen zur Vernunft kommt – und Lidl entgegen aller Erwartung doch nicht genehmigt wird.
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Leserkommentare
15.12.2012 11:53 | Kranz
@Christian - auch wenn mir die Formulierung "von in völliger Erschlaffung dahindämmernden Behörden" gefällt - mit Erschlaff ...
15.12.2012 01:18 | Joshua
find ich doch da folgenden Kommentar auf taz.de: ...
09.12.2012 22:24 | Sven Baumeister
Das scheint soweit gediehen, dass wieder auf Biegen und Brechen eine Chance vertan wird, ein Wohngebiet sinnvoll zu entwick ...