Kommentar von Sven-Michael Veit
Wenn Olaf Scholz eingesteht, etwas nicht zu wissen, ist das ein Alarmzeichen. Er könne nicht sagen, ob die Sache mit der maroden HSH Nordbank gut ausgehe oder nicht, hatte Hamburgs Bürgermeister im Oktober eingeräumt. Da kannte er die neuesten Quartalszahlen noch nicht. Jetzt liegen sie vor – und es sieht eher so aus, dass es nicht gut ausgeht.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Die Defizite wachsen weiter, und der neue Vorstandschef Constantin von Oesterreich raunt, die Verluste könnten noch höher als 2011 ausfallen. Da war es eine glatte Viertelmilliarde Miese. Und die Eigentümer-Länder Hamburg und Schleswig-Holstein müssen immer weiter bürgen mit dem Geld der Steuerzahler – Geld, das sinnvoll ausgegeben werden sollte.
Als großer Schiffsfinanzierer leidet die Nordbank besonders unter der Krise in der Schifffahrt. Besserung ist hier kurzfristig nicht in Sicht, und weil die Preise für gebrauchte Schiffe kaum über dem Schrottwert liegen, belasten sie die HSH-Bilanzen.
Die Bank wird zusätzliche staatliche Garantien brauchen. Denn bei einer Abwicklung müssten die Länder mit 30 Milliarden Euro haften – etwa das Dreifache des Hamburger Jahresetats. Das wäre der Konkurs von Hamburg und Schleswig-Holstein. Den abzuwenden, ist bitter notwendig.
Entwarnung indes gibt es mit Glück zum Ende dieses Jahrzehnts. Oder eben nicht: Rien ne va plus – nichts geht mehr.
Die Jugendämter nehmen zu viele Kinder aus ihren Familien, sagt der Türkische Elternbund Hamburg. Unterstützung kommt vom EU-Petitionsausschuss. von Kaija Kutter

Die Sparkasse wird auf Schadensersatz verklagt, weil sie riskante Fonds als sichere Anlage verkauft, über Provision geschwiegen haben soll. Kein Einzelfall, sagen Anwälte. von Jan Zier

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.

Leserkommentare